Kalte Fusion auf dem Weg zum Markt

01.10.2012

Weltweit bereiten Unternehmen ihre Prototypen für den Markteintritt vor - Teil 12

Im Januar 2011 hatte der italienische Ingenieur Andrea Rossi erstmals seinen Kalte-Fusion-Prototypen "E-Cat" vorgestellt (Kalte Fusion in der Black Box?). Die Art und Weise der Messung, ob dabei tatsächlich mehr Wärmeenergie produziert als in Form von Elektrizität aufgewandt worden war, ließ jedoch Fragen offen. Anfang Oktober 2011 folgte eine weitere Demonstration, die zeigen sollte, dass der E-Cat auch ohne Stromzufuhr Energie produziert. Jedoch wurde kritisiert, die Demonstration sei nicht lang genug gewesen.

Teil 11: Kalte Fusion als Game Changer

Ende Oktober 2011 präsentierte Rossi erstmals eine Anlage, die angeblich ein Megawatt Wärmeenergie bei einem Sechstel aufgewendeter Energie produzieren kann. Diesmal lautete die Kritik, es gäbe keinen Beweis, dass diese tatsächlich an eine militärische Organisation verkauft worden sei (Kalte Fusion als Technologie). Bestellungen für den E-Cat werden entgegengenommen. Gewissheit, dass er funktioniert wie versprochen, gibt es allerdings nicht. Ein erfolgreicher Markteintritt der Kalten Fusion würde zu einer Revolution nicht nur der Energieinfrastruktur führen (Kalte Fusion als Game Changer). Auf dem ersten E-Cat-Kongress in Zürich bot sich jüngst die Möglichkeit, etwas über Angebot und Nachfrage zu erfahren.

8. September 2012, 14:20, Technopark Zürich. Mit 20 Minuten Verspätung eröffnen die Organisatoren Adolf und Inge Schneider den ersten, international mit viel Aufmerksamkeit bedachten E-Cat Kongress. Etwa zwei Kongresse pro Jahr haben die beiden Herausgeber des NET-Journal hauptsächlich zur Raumenergie seit 1988 organisiert. Doch diesmal geht es nicht um Raumenergie, sondern um eine einzige "revolutionäre" Technologie: die Kalte Fusion des Andrea Rossi. Was die orthodoxe Wissenschaft aus theoretischen Erwägungen für unmöglich hält, will er geschafft haben: die Energieerzeugung durch Fusion von Elementen bei weniger als 1.000 Grad Celsius. Seit 2011 sorgt Rossi damit international - hauptsächlich im Web - für Schlagzeilen.

Adolf und Inge Schneider sind nicht neutral. Ihre Aktiengesellschaft TransAltec besitzt seit Mai 2012 die Rechte für den Vertrieb von Rossis E-Cats in der Schweiz (Crystal NTE SA soll den westlichen Teil der Schweiz bedienen). Außerdem sind sie Teil einer Gruppe, welche die Rechte für Deutschland erworben hat. Unter den etwa 300 Teilnehmern und Besuchern des Kongresses waren außerdem die Lizenznehmer für Italien, Österreich, Indien, Afrika, Australien und Zypern.

Als Rossi verspätet den Saal betritt, kommt großer Beifall auf. Er wird begleitet von einem seiner Ingenieure, Fulvio Fabiani, drei Vertretern des italienischen Lizenznehmers PROMETEON s.r.l. und einem bewaffneten Bodyguard in schusssicherer Weste. Rossi wird laut eigenen Angaben täglich erpresst und bedroht.

Weitere Videos sind zu finden im YouTube Channel von E-Cat Deutschland

Die deutsche Lizenzgruppe besteht seit Mitte Mai 2012, geht auf die Initiative von Adolf und Inge Schneider zurück und besteht aus etwa 20 Personen. Drei von ihnen kommen auf dem Kongress zu Wort. Zuerst spricht Hartmut Dobler, Geschäftsführer der 1884 gegründeten Dobler Heiztechnik GmbH aus Weinstadt. Sein Thema ist der 1-Megawatt-Generator das einzige, laut Rossi derzeit auf dem Markt befindliche Produkt.

Mit vier weiteren Mitgliedern der deutschen Gruppe hat er im Juni 2012 in Rossis Räumlichkeiten in Norditalien an einer Schulung für Lizenznehmer teilgenommen. Ein Megawatt entspreche dem durchschnittlichen jährlichen Wärmebedarf von 292 Einfamilienhäusern, rechnet er vor. Einsparung der Heizkosten: 75 Prozent. Das Problem sei jedoch, dass im Winter zwar Wärme benötigt würde, im Sommer aber eher Kühlung. Idealerweise würde ein E-Cat im Winter also Wärme und im Sommer Kälte über die Umwandlung von Wärme in Elektrizität erzeugen.

Bei einem voraussichtlichen Jahresverbrauch von 200 Gramm Nickel und 381 Gramm Wasserstoff betrügen die jährlichen Rohstoffkosten gerade einmal 5,65 Euro, "allerdings ohne Flaschenmiete". Das Publikum lacht. Im - konservativ gerechnet - fünften Jahr amortisierten sich die Anschaffungskosten eines solchen E-Cat in Höhe von 1,39 Mio. Euro. 1,3 Cent pro Kilowattstunde wird jedem etwas sagen, der Stromrechnungen zahlt. "Jeder muss sich entscheiden, ob er jährlich höhere Energiekosten zahlen will oder seine Heizkosten über eine Investition einfrieren möchte", schließt Dobler seinen Vortrag. "Ist die E-Cat-Anlage einmal bezahlt, wird es richtig spannend." Beifall, großes Geraune. Die nächste Rednerin macht sich bereit. Leute machen Fotos mit Rossi. Dobler kann auch über e-cat-deutschland.de erreicht werden.

Uta Stechl ist Geschäftsführerin des Gebrauchtwagenhandels Stechl GmbH und referierte zum Bedarf von Prozesswärme in der deutschen Nahrungsmittelindustrie. 36.750 E-Cats wären nötig, um den Wärmehunger dieser Industrie im Temperaturbereich bis 120°C zu befriedigen. In Zeiten, wo Börsenkurse darüber entschieden, ob Weizen und Mais in den Supermarkt oder in die Biogasanlage kommen, ist die Kalte Fusion für sie eine "Chance für die Umwelt". Die Ingenieurin betreibt die Webseite ecat-vertrieb.de.

Gerd Neumann, der Dritte im Bunde der 20, betrachtete den E-Cat aus seinem Blickwinkel als Nachhaltigkeitsberater und würde es begrüßen, wenn der Biolandbau diese Technologie aufgriffe. Er sieht seine Webseite ecat-deutschland.org nicht als Konkurrenz zu den anderen. "Jeder hat seinen Teil und seine Arbeit, die er zu erledigen hat", sagt Neumann. "Die Leidenschaft für die saubere neue Energie brennt in allen von uns." Derzeit bereitet die deutsche Gruppe die Verkaufsunterlagen vor. Auf die Preise hat sie keinen Einfluss, die macht der Italiener. Da dieser die Technologie ständig weiterentwickele, könnten Käufer ein Upgrade zum Selbstkostenpreis erhalten. Und Rossi arbeitet wirklich rasant.

Vom E-Cat zum Hot Cat

Für Andrea Rossis Firmen EFA s.r.l. in Bologna und Leonardo Corp. in Miami sowie für PROMETEON arbeiten laut Rossi mittlerweile 67 Manager, Wissenschaftler, Ingenieure und andere Angestellte. Die bislang entwickelten Reaktoren liefen stabil bei bis zu 120°C. Der Schweizer Warenprüfkonzern SGS hat Telepolis gegenüber bestätigt, dass die von Rossi veröffentlichte Konformitätserklärung zur 1-Megawatt-Anlage authentisch ist und dass "keine signifikante Strahlung" von dem Gerät ausgeht.

Andrea Rossi bei seiner Präsentation des Zwischenberichts in Zürich. Bild: Lietz

Das ermöglicht Rossi die "Abgabe einer Eigenerklärung", dass der Reaktor der Maschinenrichtlinie 2006/42/EC entspricht. Laut Adolf Schneider bestätigt dies, "dass die 1-MW-E-Cat-Anlage einerseits in technischer Hinsicht sicher betrieben werden kann und dass sie andererseits auch keine gesundheitlichen Risiken darstellt". Die kleinen 10-Kilowatt E-Cats sind laut Rossi "sehr weit fortgeschritten", aber noch nicht zertifiziert, da für den Heimgebrauch höhere Sicherheitsstandards gelten als für Industrieprodukte.

Da das Verhältnis von erzeugter zu eingesetzter Leistung umso größer ist, je höher die Temperatur ist, arbeitet Rossis Team an der Steigerung der Betriebstemperatur. Ein Zwischenbericht wurde in Zürich vorgestellt und ist mittlerweile im Web verfügbar. Am 16. Juli 2012 hat in Rossis Labor in Bologna eine Testserie des Hochtemperatur-Prototyps, genannt "Hot Cat", durch "Professoren von Universitäten" sowie "Ingenieure aus dem militärischen Umfeld" (Rossi) begonnen. Rossi selbst war nur Beobachter, sagte er, Fabiani bediente die Sicherheitstechnik.

Laut Bericht sind während gut sechs Stunden eine Maximaltemperatur der äußeren Reaktorhülle von 873°C erreicht und durchschnittlich 835 Watt produziert worden, wobei der Reaktor gut 20 Gramm leichter wurde. Demnach würde der Hot Cat mehr Energie je Masse eingesetzten Heizmaterials erzeugen als ein Kernkraftwerk. Der Bericht ist unterzeichnet von dem Kernenergietechniker Fabian Penon. Von Penon stammt auch ein einseitiges Memo, am 7. August 2012 habe der Hot Cat vergleichbare Messergebnisse geliefert. Penon hat Telepolis per E-Mail mitgeteilt, dass besagter Zwischenbericht von einem Team Spezialisten geschrieben worden ist, welches er koordiniert und deren Aufgabe die Zertifizierung des Hot Cat ist.

Rossi hat darauf hingewiesen, dass die Tests noch nicht abgeschlossen seien, es sich um einen vorläufigen Bericht handele und Penons Team den Endbericht zu gegebener Zeit veröffentlichen würde. Dann geschah etwas Seltsames: Am zweiten Konferenztag gab Hydro Fusion der Lizenznehmer für Großbritannien und Schweden, eine Pressemitteilung heraus, ein neuer unabhängiger Test habe die Ergebnisse vom 16. Juli und 7. August nicht reproduzieren können. Das ist deswegen seltsam, da Hydro Fusion die offizielle E-Cat Webseite betreibt. In der Folge legten schwedische Investoren ihre beabsichtigte Beteiligung an Hydro Fusion auf Eis.

Dieses dürfte erklären, warum Hydro-Fusion-Geschäftsführer Magnus Holm, obwohl angekündigt, nicht an dem Zürich-Kongress teilnahm. Konkret geht es bei dem Zweifel darum, Penons Team habe die Eingangsleistung zu gering bemessen. Rossi kommentierte er habe deutlich gesagt, dass es sich um Zwischenergebnisse handelt, und man möge den Abschlussbericht abwarten.

Es gibt Indizien, dass bei den im jüngsten Bericht dokumentierten Messungen tatsächlich mindestens ein Ingenieur "aus dem militärischen Umfeld" beteiligt war: Die Temperatur des Hot Cat ist laut Rossi mittels einer Infrarotkamera aus einem Raketensuchkopf gemessen worden. Die Temperaturaufnahmen auf den Seiten 9 und 12 stammen von dem User "Cures". Cures hatte am 10. August Details und Fotos der Messungen vom 16. Juli in einem Forum veröffentlicht. Laut Rossi handelt es sich bei Cures um Domenico Fioravanti, der am 28. Oktober 2011 die Abnahme für den militärischen Käufer der ersten 1-MW-Anlage gemacht habe. Dieser sei Experte für Raketentests. Anders als in Zürich hatte Rossi im August auch mitgeteilt, dass die Universität Bologna involviert sei.

Ingenieure warten auf Prototyp

Wer sich von dem E-Cat Kongress Beweise erwartet hat, dass die Kalte Fusion hiermit auf dem Markt ist, wurde enttäuscht. Wie Rossi selber sagt, ist er - zumindest was den Hot Cat angeht - noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium. Er ist sich bewusst, dass der ersten zu besichtigenden E-Cat-Anlage enorme Bedeutung zukommt. Dieses soll "bald" in Norditalien bei einem Käufer der Fall sein. Seine Wortwahl ist über die letzten eineinhalb Jahre vorsichtiger geworden. Den Lizenznehmern aus Zypern hat er in Zürich zugesagt, sie könnten einen E-Cat zu Demonstrationszwecken erhalten. Voraussetzung sei eine Vereinbarung, dass ein Verkauf im Erfolgsfall über Italien abgewickelt wird. Auch die deutsche Gruppe hofft auf eine im Betrieb befindliche Anlage für Demonstrationszwecke. Bestellt hat sie noch kein Gerät bei Rossi.

Weiß glühender Reaktorkern des Hot Cat. Bild: Penon Zwischenbericht

Der Großteil der 300 Teilnehmer des Zürich-Kongresses dürften Ingenieure gewesen sein. Sie sondierten, was der Entwicklungsstand der Technologie ist und wann man mit ihr rechnen kann, um dann Anwendungen zu entwickeln. Ihnen ist es egal, ob die Wissenschaft die Kalte Fusion erklären kann - derzeit gibt es eine breites Spektrum von Erklärungsmodellen. Rossi selber ist mittlerweile überzeugt, dass die anfangs vermutete Transmutation von Nickel in Kupfer nur ein Nebeneffekt ist. Solange er kein Patent auf den aktuell vermuteten Mechanismus hat, schweigt er jedoch zur Reaktion. Geheim bleibt auch der verwendete Katalysator.

Eco Global Fuels und e-cataustralia.com sind der Lizenznehmer für Australien, Neuseeland und zwölf Länder in Südostasien. Roger Green und William Donovan von E-Cat Australia haben die Technologie im Februar 2012 in Italien präsentiert bekommen, Messungen vorgenommen und ihre Ergebnisse protokolliert. "Die E-Cats können leicht transportiert werden und stellen kaum Anforderungen an die Infrastruktur", erläuterte Green in Zürich. Das mache die Technologie ideal für Dörfer in Entwicklungsländern und könnte diesen "einen höheren Lebensstandard innerhalb von zehn Jahren bringen". Anschließend präsentierte Donovan konventionelle Ansätze zur Entsalzung von Meerwasser. Keine der vorhandenen Methoden könne mit dem mithalten, was der E-Cat verspricht. Damit will man "die Wüsten zum Blühen bringen".

Zweifel an der Realität der Kalten Fusion bzw. niederenergetischen Kernreaktionen (LENR) hatte von etwa zehn befragten Ingenieuren in Zürich keiner. Die Frage ist, wann der Prototyp kommt, der zuverlässig auf Knopfdruck Energie erzeugt. Rossis Konkurrenz schläft nicht. "Der Markt erwartet nicht ernsthaft eine baldige Kommerzialisierung", sagten Alex Xanthoulis (CEO) und Symeon Tsalikoglou (CBO) von Defkalion Green Technologies Global (DGTG) dem Blogger Peter Glück. "Diese Wahrnehmung wird sich bald ändern." Defkalion finalisiert derzeit angeblich seinen "Hyperion"-Prototypen für einen Markteintritt noch in diesem Jahr.

DGTG und Rossi hatten sich im August 2011 voneinander getrennt. Zu den Hintergründen gibt es Äußerungen von DGTG-Chefentwickler John Hadjichristos und von Professor Christos Stremmenos. Rossi selber "spricht nicht über die Konkurrenz".

Das Rennen zum Markt

Der Fortschritt in der Festkörperkernforschung, dem Gebiet, auf dem die Kalte Fusion erforscht wird, zeigte sich im August u.a. auf der NIWeek 2012, der jährlichen Handelsmesse von National Instruments (NI). Rossi hatte zeitweilig beabsichtigt, Komponenten von NI für das E-Cat-Kontrollsystem zu verwenden (Kalte Fusion als Game Changer). DGTG stellten auf dieser Messe den Stand ihrer Prototypentwicklung und ihr Verständnis der Reaktionsmechanismen vor.

Robert Godes, Präsident und Chefentwickler der kalifornischen Brillouin Energy Corporation (BEC) sprach auf Einladung von NI zur Kommerzialisierung seiner Kalte-Fusion-Technologie. "Ich habe Kontrolle über die Produktion von Wärme, was der Schlüssel dazu ist, dieses Phänomen zu einer Technologie zu machen", sagte Godes gegenüber New Energy Times. BEC hat kürzlich 20 Millionen US-Dollar von der Investmentbank Sunrise Securities zugesichert bekommen, sofern ihr Produkt erfolgreich getestet wird.

Auch Akito Takahashi von der japanischen Forschungsorganisation Technova Inc. sagte auf der NIWeek, die Produktion von Überschusswärme sei mittlerweile reproduzierbar und laufe mehrere Wochen und länger. Francesco Celani demonstrierte die Produktion von Überschusswärme mit seinem am italienischen Nationalen Institut für Kernphysik entwickelten Kalte-Fusion-Reaktor. Eine Woche später wurde das Verfahren erneut erfolgreich auf der 17. Internationalen Konferenz für Kalte Fusion (ICCF17) in Südkorea demonstriert Die Vermarktung verfolgt Celani mit dem britischen Unternehmen Kresenn Ltd.. Auf der ICCF17 hatten sich Defkalion-Wissenschaftler erstmals ihren Fachkollegen gestellt.

Die Ergebnisse von Rossi, Defkalion, Technova und Celani beruhen alle auf Weiterentwicklungen der von Francesco Piantelli entwickelten Reaktion von Nickel und Wasserstoff. Piantelli treibt die Forschung mit seiner Firma nicHenergy weiter. JET Energy haben ihren "NANOR"-Forschungsreaktor entwickelt, der zuletzt in der Lehre am Massachusetts Institute of Technology eingesetzt worden ist. George Miley von der University of Illinois (Kalte Fusion als Game Changer) verfolgt die Kommerzialisierung der Kalten Fusion mittlerweile mit der Firma Lenuco. Die University of Missouri hat eine 5,5 Mio. US-Dollar-Spende des Philanthropen Sidney Kimmel für LENR-Grundlagenforschung erhalten. In die Arbeit eingebunden ist das Unternehmen Energetics Technologies.

Die Defkalion-Manager Xanthoulis und Tsalikoglou haben im zitierten Interview kürzlich gesagt, "das LENR-Feld hat eine kritische Masse an Forschung und Erkenntnis erreicht". Aktuelle Forschungsergebnisse sowie die zunehmende Anzahl Demonstrationen zeugen davon, dass das Feld im Begriff ist, das Problem mangelnder experimenteller Reproduzierbarkeit hinter sich zu lassen. Es scheint, wenn Rossis E-Cats es nicht erfolgreich auf den Markt schaffen, dass es dann die Produkte eines oder mehrerer anderer Unternehmen tun werden.

Am 3. August 2012 ist Martin Fleischmann gestorben. Er wurde 85 Jahre alt. Gemeinsam mit Stanley Pons demonstrierte er 1989, dass bei der Elektrolyse von schwerem Wasser mittels einer Palladiumkathode anomale Überschusswärme entsteht, und initiierte damit die Festkörperkernforschung. 2004 gab es bereits 101 experimentelle Bestätigungen von 57 verschiedenen Gruppen. Infinite Energy würdigt Fleischmanns historische Errungenschaft in einem Nachruf.


Artikelserie "Kalte Fusion" von Haiko Lietz

Teil 1: Kalte Fusion wieder heiß
Teil 2: Die unerzählte Geschichte der kalten Fusion
Teil 3: Zur Theorie der kalten Fusion
Teil 4: Der Kampf gegen die kalte Fusion
Teil 5: Die Rückkehr der kalten Fusion?
Teil 6: US-Energieministerium empfiehlt weitere Erforschung der kalten Fusion
Teil 7: Lobbying für die Kalte Fusion
Teil 8: Kalte Fusion und die Zukunft
Teil 9: Kalte Fusion in der Black Box?
Teil 10: Kalte Fusion als Technologie
Teil 11: Kalte Fusion als Game Changer

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