Geld gegen sonnige oder windige Rendite?

05.08.2013

Lokale Energiewende erhält Rückenwind durch Green Crowdfunding

Niedrige Guthabenzinsen für die klassische Bankanlage trifft eine neue soziale Nachdenklichkeit, wohin das Geld fließen soll. Warum also nicht gemeinsam spannende Umweltprojekte über das Internet finanzieren? Zahlreiche neue Crowdfunding-Plattformen für die erneuerbaren Energien und den Strommarkt sind am Start. Es gibt deutliche Unterschiede in der Ausrichtung, auch mit Blick auf die Risiken und Chancen, die Anleger fundiert unter die Lupe nehmen sollten, bevor sie den Einstieg wagen.

Die besten Umweltkonzepte werden künftig nicht nur bei Banken und Investoren neue Geldgeber finden, sondern auch breite Unterstützung im Netz bekommen, sofern die Internetgemeinde diese als aussichtsreich, seriös und attraktiv erachtet. Crowdfunding heißt dieses neue System der Projektfinanzierung. Dabei kommt in der Regel eine größere Zahl von Nutzern (die Crowd) zusammen, um sinnvolle Ideen mit Hilfe eines Kredites oder einer anderen Beteiligungsform gegen eine konkrete Renditeerwartung zu unterstützen (funding).

Als Kapitalgeber fungiert also, im Gegensatz zum reinen Spenden, bei dieser kommerziellen Variante die "Crowd", die anonyme Masse der Internetnutzer. Eine Aktion ist durch eine Mindestkapitalmenge gekennzeichnet, die durch die Masse fremdfinanziert sein muss, bevor die Aktion startet. Im Verhältnis zur Mindestkapitalmenge leistet jedes Mitglied der Masse (Crowdfunder) nur einen geringen finanziellen Anteil. Die Plattform bzw. ein IT-Dienstleister fungiert dabei als Mittelsmann gegen eine Vermittlungsprovision. In der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Crowdfunding durch Projekte mit populären Künstlern wie der Band Public Enemy, die ihr neues Album durch Fans mitfinanzieren ließ.

Werbewirksam Furore machte im Juni 2010 auch das Projekt Diaspora. Vier Studenten benötigten für die Entwicklung einer neuen Internetplattform rund 10.000 US-Dollar. Die Plattform Diaspora sollte dabei als anwenderfreundliche Alternative zum sozialen Netzwerk Facebook aufgebaut werden, insbesondere durch mehr Datenschutz und eine dezentrale Speicherung der Nutzerdaten direkt auf dem Rechner des Anwenders. Mehr als 200.000 US-Dollar kamen zusammen. Unter den Spendern befand sich auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Das in Deutschland bis dato größte Crowdfunding-Projekt startete die Kölner Firma Brainpool im Dezember 2011. Für den geplanten Film zur TV-Serie Stromberg wollte das Unternehmen bis März 2012 eine Million Euro einsammeln. Nach zwei Tagen lagen die Einnahmen bereits bei über 150.000 Euro. Innerhalb einer Woche kam so die Summe von einer Million Euro zusammen. Und jüngst erst gelang es den beiden Kabarettisten Georg Schramm und Dieter Hildebrand, für ihr neues Projekt "Störsender TV" über die Crowdfunding-Plattform Startnext mehr als 150.000 Euro einzuwerben.

Der Text von Lothar Lochmaier stammt aus dem Telepolis-eBook zur Energiewende. Im Vordergrund der Debatte um die Energiewende steht neben den Kosten und Profiten in aller Regel die Stromproduktion. Aber es geht um viel mehr - was die Situation unübersichtlich macht. Telepolis gibt mit dem eBook zur Energiewende einen längst notwendigen Überblick über die verschiedenen Bereiche von Sonne, Wind und Biomasse über Speicher, die notwendige Infrastruktur und die ungelöste Suche nach einem Endlager für den nuklearen Abfall bis hin zu Elektromobilität, Gebäudewärme und Energieeffizienz. Was ist bislang geschehen, wo mangelt es, wo wird in die falsche Richtung gegangen, welche Potenziale gibt es?

Cover

Energiewende
Was ist geschafft, was steht noch an - und was klappt nicht
Als eBook bei Telepolis erschienen

Dezentrale Finanzierungsoption Energiewende

Nun weitet sich das Prinzip auch auf den Ökosektor aus. Ein aktuelles Beispiel: Das junge Dresdner High-Tech-Unternehmen AoTerra heizt Gebäude mit Computern. Denn beim Betrieb von Servern in Rechenzentren entsteht viel Wärme. Anstatt diese Server mit weiterem Energieeinsatz abzukühlen, stellt das Unternehmen seine Server in Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Gewerbe- und Industrieimmobilien auf und heizt damit die Räume und das Wasser. Damit möchte AoTerra Energie einsparen.

Als wichtiges Element für die unternehmerische Entwicklung kommt bei diesem Vorhaben auch das Crowdfunding ins Spiel. Seit April dieses Jahres konnte AoTerra über das Crowdfunding-Portal Seedmatch bereits 750.000 Euro einsammeln, laut eigenen Angaben das bisher größte Startup-Crowdfunding in Deutschland. Aktuell soll das Beteiligungsvolumen sogar weiter auf eine Million Euro angehoben werden, eine Schwelle, die bislang nur das bereits erwähnte Filmprojekt Stromberg überschreiten konnte. Privatpersonen können sich an AoTerra ab 250 Euro beteiligen, was direkt zu der Frage führt, wie seriös und aussichtsreich derartige neue Beteiligungsmodelle zur Energiewende und dem Stromsparen überhaupt für den privaten Investor gestaltet sein können.

Zunächst dazu ein Markteinblicke: Laut einem Forschungsbericht des Branchenanalysten Bloomberg New Energy Finance (Titel: Extraordinary popular solution: funding from crowds, Juli 2012) stellt die neue Investitionskategorie Crowdfunding im Umweltsektor mit durchschnittlichen Renditen von fünf bis neun Prozent mittlerweile auch für die Finanzbranche ein ernst zu nehmendes neues Marktsegment dar.

Als Vorreiter gelten Plattformen wie Abundance Generation in Großbritannien und Solar Mosaic in den USA. Bei Abundance Generation etwa investieren Privatleute kleine Beträge unter staatlicher Kontrolle der Financial Services Authority (FSA) in Wind- oder Solarprojekte. Die Rendite über eine Laufzeit von 20 Jahren beträgt dabei sechs bis acht Prozent.

Diverse neue Portale am Start

Auch in Deutschland haben sich erste Plattformen gegründet. Eine der Besonderheiten auf der diesjährigen Computermesse CeBit in Hannover: Gemeinsam mit dem Crowdfunding-Portal Seedmatch vergaben die Veranstalter auf dem Innovationsforum Code_n für junge Unternehmensgründer erstmals einen Preis. Die Berliner Start-up-Unternehmen Changers.com und carzapp hatten dabei die Möglichkeit, bis zu 250.000 Euro an privatem Beteiligungskapital zu akquirieren. Und: Der Startschuss für das Crowdfunding erfolgte direkt und "live" während der CeBIT.

Der Carsharing-Spezialist carzapp möchte sein Geschäftsmodell nun auf private Fahrzeughalter ausdehnen. Das Unternehmen hat dazu eine Lösung für das private Carsharing entwickelt, bei der jeder sein Auto vermieten kann, wenn er es gerade nicht benötigt. Das Besondere: Der Zugang zum Auto erfolgt per Smartphone, eine persönliche Schlüsselübergabe wird damit überflüssig. Durch das Crowdfunding möchte carzapp neben dem finanziellen Aspekt eine große Anzahl an potenziellen Mietern und Vermietern von privaten Fahrzeugen über die Crowd anziehen. Man wolle den Erfolg mit den Nutzern teilen, erklärt Oliver Lünstedt, Gründer und CEO von carzapp.

Ebenfalls aus der Hauptstadt kommt die von der Blacksquared GmbH entwickelte Plattform Changers.com, die in Europa und den USA den ersten Marktplatz für privaten Emissionshandel betreibt. Das Prinzip: Über tragbare Geräte kann jeder seine eigene Energie erzeugen und speichern. Die Geräte messen die Energieproduktion und damit die CO2-Einsparung und speisen anschließend diese Daten direkt in eine Online-Community ein. Als Belohnung gibt es so genannte Credits, die sich gegen Prämien eintauschen lassen.

Changers.com möchte so auf spielerische Art das Energieverhalten und Bewusstsein der Nutzer schärfen. Die Idee des Crowdfundings passe perfekt zu diesem Ansatz, argumentiert Markus Schulz, Gründer und Geschäftsführer von Blacksquared. Jeder trage seinen kleinen Teil dazu bei, CO2 einzusparen, aber erst über die Größe der Community erhalte das Ganze eine Dimension, die ein gesellschaftliches Umdenken anstoße.

Das Kleingedruckte zählt

Soweit aus Sicht der Initiatoren einige Argumente für das auf den Ökosektor ausgeweitete Crowdfunding. Fest steht einerseits: Clevere Umweltideen und Energiesparkonzepte dürften bald des Öfteren über ungewohnte Pfade ihre Karriere starten. Der Mehrwert der Crowdfunding-Plattformen stelle der einheitliche und transparente Zugang zu den Angeboten dar, erläutert Jens-Uwe Sauer, Geschäftsführer beim Crowdfunding-Spezialisten Seedmatch. Die Plattformen übernehmen dabei im Idealfall die Aufgabe, alle notwendigen Informationen für die privaten Investoren zu bündeln, über den Projektstand auf dem Laufenden zu halten, um so die unterschiedlichen Teilnehmer am Marktgeschehen miteinander zu vernetzen.

Trotzdem ist Vorsicht geboten. Ein schickes Projektvideo im Netz allein reicht nicht aus. Die Idee sollte möglichst ausgereift sein, also ein bereits fertiges Produkt oder eine klar erkennbare Dienstleistung vorliegen. Außerdem sei das Crowdfunding-Modell bei Umweltprojekten generell nicht mit dem einer Genossenschaft zu vergleichen, gibt etwa der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) zu bedenken.

Denn beim Crowdfunding werde für ein bestimmtes Projekt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt Kapital eingesammelt, um dann das Vorhaben zu finanzieren. Bei einer Genossenschaft gründen die Initiatoren hingegen ein Unternehmen. Mit diesem gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb werden dauerhaft für die Mitglieder Leistungen erbracht, während das Crowdfunding-Projekt zunächst einmal in der Regel zeitlich limitiert ist. Kurzum, die Motivation der Beteiligten bei einer Genossenschaft reicht über die gemeinschaftliche Finanzierung eines Projekts hinaus.

Unabhängig davon ermöglicht die Online-Plattform LeihDeinerUmweltGeld den privaten Investoren einen leichten und direkten Zugang in den Sektor der erneuerbaren Energien. Die Beteiligungen werden ausschließlich als Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt angeboten. Die Rendite fließe hierbei in Form eines reinen Festzinses, einer reinen Gewinnbeteiligung oder einer Mischung aus beidem erfolgen, skizziert Jamal El Mallouki, Geschäftsführender Gesellschafter bei der LeihDeinerStadtGeld GmbH, dem Betreiber des Online-Portals.

Nur erprobte Technologien und Projekte fördern

Inzwischen ist mit dem Solarstrompark Liebenthal das erste Vorhaben gestartet und fast vollständig finanziert. Weitere Vorhaben sollen folgen. Die Volumina beginnen bei Windanlagen und Biokraftwerken meist ab dem hohen sechsstelligen Bereich. Bei der Photovoltaik seien auch deutlich kleinere Beträge möglich. Das Prozedere soll laut den Initiatoren ähnlich wie ein Online-Marktplatz funktionieren: Engagierte Bürger kaufen und verkaufen ihre Umweltkredite direkt von Bürger zu Bürger. Der Plattformbetreiber wiederum zeichnet verantwortlich für die gesamte Abwicklung des Handels.

Vieles wird davon abhängen, wie weit es den jeweiligen Projektinitiatoren gelingt, für vollständig transparente Abläufe zu sorgen. Im Klartext: Das Projektziel sollte nicht darin liegen, um jeden Preis ein Finanzloch für ein Vorhaben in Schieflage zu stopfen. Nur erprobte und sorgsam finanzierte Projekte versprechen auf die Dauer den Erfolg des gesamten Crowdfunding-Modells.

Mittelgroße Vorhaben über einen Mix zwischen institutionellen und privaten Investoren zu finanzieren, das strebt die Plattform Sunnycrowd an. Das Gros der Angebote bezieht sich jedoch auf meist kleinere Solar- und Photovoltaikprojekte. Und beim ebenfalls neu gestarteten Portal Greenvesting kamen in weniger als vier Wochen mehr als 100.000 Euro für eine Photovoltaikanlage in Usedom zusammen. Dadurch werde die Energieerzeugung letztendlich von wenigen großen, hin zu vielen kleinen Energieproduzenten verlagert, betont Gründer Dirk Völker.

Auch der Betreiber crowdener.gy finanzierte über die "Crowd" bereits erfolgreich ein Vorhaben, und zwar eine Dachsolaranlage in Ahrenshagen (Mecklenburg-Vorpommern). Beteiligt haben sich daran insgesamt 27 private Investoren, skizziert Geschäftsführer Peer Piske, der die Plattform im vergangenen Jahr gegründet hat. Durchschnittlich rund 1.500 Euro je Vorhaben steuern private Anleger zu einem derartigen Projekt bei.

Die Rendite für die ersten beiden abgeschlossenen Projekte bei crowdener.gy liegt zwischen sechs und acht Prozent. Der Vermittler wiederum refinanziert sich durch eine fünf- bis zehnprozentige Erfolgsgebühr, entrichtet direkt von der Energiegenossenschaft. Neben der Sonnen-, Wind- oder Bioenergie lassen sich auch Projekte zur Energieeffizienz per Crowdfunding finanzieren, wie am eingangs skizzierten Beispiel AoTerra bereits zu erkennen.

Ein ähnliches Marktsegment spricht die Plattform Bettervest an, die aktuell das Energiesparen über LED-basierte Beleuchtungskonzepte offeriert. Noch befindet sich die Plattform wie viele andere in der Erprobungsphase. Das erste Projekt zielte auf ein neues Beleuchtungssystem in einem Fahrradladen. Im Zuge der Energieberatung kam es dort zu einer neuen Lichtplanung.

Das Ergebnis: Die wirtschaftlichste Variante lag darin, die bestehenden Rasterdeckenleuchten mit LED-Röhren zu bestücken, um die Verkehrsflächen zu beleuchten und statt der Hallenleuchten ein Stromschienensystem zu ergänzen. So ließen sich durch energieeffiziente LED-Spots die Waren direkt beleuchten. Mit dieser Variante lassen sich laut Bettervest bei effektiver Beleuchtung rund ein Drittel der gesamten Energiekosten einsparen. Das Besondere: Ein Teil der durch innovative Technologien erzielten Energieeinsparungen fließt in Form einer zusätzlichen Rendite wieder an die Unterstützergemeinde zurück.

Als reiner Vermittler, ähnlich wie die Auktionsplattform eBay, sieht sich demgegenüber die Milk the Sun GmbH. Der Betreiber fungiert in erster Linie als Online-Marktplatz für Photovoltaikanlagen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen überlässt es dem Geschick der Anleger, die auf der Plattform präsentierten Projekte durch einen eigenen individuellen Qualitätscheck auf Herz und Nieren zu überprüfen. Diese Form der Zweitvermarktung von Ökoanlagen über Internetmarktplätze, bei denen sich Angebot und Nachfrage treffen, ähnelt somit stärken den marktgetriebenen Prinzipien von eBay als jenen einer Crowdfunding-Community, die sich an bestimmten Investitionsvorgaben orientiert.

Weiteres Beispiel: Mit dem Schweizer Green Energy Marketplace ist die erste kommerzielle Auktionsplattform für erneuerbare Energien, sprich grünen Strom, entstanden. Dass es sich dabei um ein Projekt mit Potential handelt, zeigt die Kundenliste des Startups. Die Gesundheitsorganisation SWICA gehört genauso dazu wie etwa Renault Suisse oder die Schweizerische Post. Auch dieser Marktplatz für den grünen Stromhandel funktioniert ähnlich wie die Auktionsplattform eBay. Der Betreiber bringt Angebot und Nachfrage auf einem elektronischen Marktplatz zusammen. Die Verkäufer von Energie starten eine Auktion, auf die Käufer Gebote platzieren.

Verbraucherschützer warnen vor Hype

Schauen wir abschließend unabhängig vom jeweiligen Marktsegment einen Blick auf die andere Seite: Scheitert ein Projekt zum Green Crowdfunding, so droht in der Regel der Totalverlust der Einlage, warnen etwa Experten der Verbraucherzentrale NRW. Zwischen Panikmache und blinder Euphorie gilt deshalb: Jeder Anleger sollte sich fundiert mit den jeweiligen Chancen und Risiken eines neuen Projekts auseinanderzusetzen. Ansehen sollte man sich dazu nicht nur die Erfahrungsberichte anderer Nutzer über die Plattform, sondern vor allem die strukturelle Aufstellung der Projektinitiatoren. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual.

Per Green Crowdfunding Geld mit einem Mausklick wie beim klassischen Festgeld anzulegen, davor kann nur abgeraten werden. So sind vor dem finanziellen Einstieg diverse Rechts- und Anlageformen zu prüfen: Von GmbH & Co KG und Genussrechten, über Inhaberschuldverschreibungen, bis hin zum Darlehen. Wenn es sich um bereits realisierte Vorhaben handelt, sollten sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten. Im Idealfall winkt eine höhere Rendite als bei der klassischen Geldanlage über die Bank. Um jedoch drastische Auswirkungen einzelner in Schieflage geratener Vorhaben besser abzufangen, könnte ein Risikopool dazu beitragen, die Nebenwirkungen auf mehr Schultern zu verteilen.

Derzeit existiert hier in den systemischen Modellen des finanziellen Umweltschwarms noch nirgendwo eine Art Blaupause. Und genau deshalb halten die Verbraucherschützer auch den Einstieg bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) für zu riskant. Denn hier haften die Anleger sogar mit ihrem gesamten privaten Vermögen. Zusammengefasst: Unabhängig von der Anlageform sollte der private Investor sich nie in ein Vorhaben einkaufen, was dieser nicht vollständig verstanden hat.

Diese Vorgabe gilt erst recht für eine "coole" und damit als zeitgemäß empfundene neue Anlagevariante wie das Green Crowdfunding. Die neue Finanzierungsform sollte deshalb den Blick des Anlegers für das Wesentliche nicht trüben, um ein sonniges und nicht windiges Renditeversprechen einzulösen. Schließlich hätte nicht nur der private Investor am Ende wenig gewonnen, wenn die an sich gute Idee, gemeinsam neue Umweltprojekte durch die Genossenschaftsbank im Web 2.0 zu fördern, durch schlechte Umsetzung in einen Schiffbruch einmündet.

Lothar Lochmaier arbeitet als Freier Fach- und Wirtschaftsjournalist in Berlin. Er ist Autor des Telepolis-Buches: Die Bank sind wir - Chancen und Zukunftsperspektiven von Social Banking. Zudem betreibt er das Weblog Social Banking 2.0..

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