ALLA MITROFANOVA

Margarete Jahrmann 02.02.1996

pop~FEATURE

Alla Mitrofanova ist Kunstkritikerin und Theoretikerin. Nach ihrem Selbstverständnis jedoch kann es in der heutigen Situation keine Theorie mehr geben, sodaß sie sich eher als Akteurin in der Medienlandschaft definiert. So trug sie wesentlich dazu bei, daß um die Galerie 21 in ihrer Heimatstadt St.Petersburg eine Szene von Computer- und Videokünstlern entstand. Ihre theoretischen Überlegungen stellen den Körper in den Mittelpunkt und tendieren zu einer ekstatischen Verbindung von östlichem Mystizismus und Medientechnologie.

  • drucken
  • versenden

THE ST.PETERSBURG CONNECTION

Friends of ALLA - russische Neoklassizisten!

Alla Mitrofanova ist Medienkritikerin und Kunstaktivistin aus St.Petersburg. Sie steht im Zentrum der Medien- und Avantgarde-Szene in St.Petersburg und kollaboriert im elektronischen Feld mit der finnischen Plattform DAD@. DAD@ nimmt Bezüge zum Dadaismus auf und feiert den Cyberspace als utopisches Revival sozialen Metadesigns.

DAS NETZ ALS UTOPIE DER RUSSISCHEN NEO-AVANTGARDE

Alla Mitrofanova nahm bereits an einigen Projekten und Performances der finnischen DAD@-Plattform teil. Der surrealistisch-dadistische Hintergrund wurde in den live-chats und Videokonferenzen, die auf der erwähnten Site beschrieben sind, deutlich. Möglichkeiten des sozialen Lebens, des Körpers und der Psyche wurden in einem digitalen Diskussions- und Arbeitskreis in Verbindung mit Live-Performances ausgelotet, ähnlich einer MultiUserDungeon oder MUD. Die Darstellung der Person im digitalen Raum und die Transformation ihrer Psyche und Physis wurden via Picture Phoneline abgebildet. Das Ergebnis definiert sich als positive Postbiologie. Grundlegend war bei diesen Projekten der Ausdruck von Realitäten in mentalen und spirituellen Sphären.

Diese Gedanken führt Alla nun in neuen Körperkonzepten weiter. Bislang bestehen diese aber lediglich als Theorie. Diese Strukturierung von Ideen ohne ihre Materialisierung ist momentan auch typisch für die Strategie der St.Petersburger Diskussion um Allas Körper-Philosophie. Östliche Esotherik und russiche Konzeptkunst stehen hier im Gegensatz zu westlichem Rationalismus und Materialismus.

Allas Körper-Philosophie

ALLA MITROFANOVA

pop~PROFILE

pop~TOPIC

pop~EVENT

pop~MAIL

pop~TAGS

http://www.heise.de/tp/artikel/4/4001/1.html
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Dein Staat gehört Dir!

Ein Abschiedsbrief an das Wutbürgertum

Hanami mit japanischen Rollenspielen

Drei Rollenspiele aus Japan zum Kirschblütenfest

Klonen als Indiz für eine Jahrtausendangst

James Hughes 05.03.1997

Wider eine irrationale Angst

Der Bioethiker James Hughes sieht im Klonen nur eine weitere nützliche Technik, deren Probleme im Rahmen der bestehenden Gesetze bereits beantwortet werden. Also kein Grund zur Beunruhigung? Vielleicht doch, sagt Hughes und verweist auf die Möglichkeit transgenetischer Tiere, denen sich menschliche Eigenschaften einbauen ließen und mit denen sich die Menschenrechte unterlaufen lassen könnten.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS