Tanz den Para Para'!
Honda und Sony stellen bipedale Roboter vor
Das Robodex Executive Commitee lädt morgen im japanischen Yokohama zur Robodex 2000 (24.-27.11.), eine Messe, die sich als weltweit erstes Treffen von menschlichen Robotern und ihren Schöpfern verstanden wissen will. Hier stellen unter anderem Sony und Honda ihre neuen Prototypen vor.
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| Der Sony Dream Robot |
Der neue Walkman von Sony Walkman spielt keine Musik und kostet etwa soviel wie ein Auto. Der erste richtige Walk-Man kann dafür laufen und den japanischen Para Para' tanzen. Sonys erste Humanoidenschöpfung, der "Sony Dream Robot" ist auf einer ähnlichen Software-Grundlage entstanden wie der vierbeinige Roboterhund Aibo (Die Aibo-Gesellschaft,Aibo - der Roboterhund) der in Japan innerhalb eines Jahres bereits mehr als 45.000 mal verkauft wurde. Der SDR-3X hat eine Kamera mit einer Auflösung von 180 000 Pixel im Kopf eingebaut, in jedem Ohr ein Mikrophon und einen Lautsprecher im Mund. Neu ist ein Treiber in den Gelenken der Motor, Getriebe und damit verbundene Schaltkreise in einer kleinen Box integriert. Außerdem neu ist die Koordination. Duale RISC Prozessoren knacken ständig Daten, die von Sensoren aus allen Teilen der Maschine verschickt werden. Diese Sensoren in Torso und Füßen koordinieren und balancieren die Bewegungen der metallenen Gelenke. Der Sony Dream Robot schafft etwa 15 Meter in der Minute und erkennt oder spricht ungefähr 20 Worte. Mit seiner etwas kindlichen Stimme sagt er: "Hallo Freunde! Mein Hobby ist Fußball." Bei einer Demonstration wurde er aufgefordert, zwischen blauen, roten und gelben Bällen einen gelben auszusuchen (die Farbenerkennung erfolgt über CCD, "charge-coupled device" ) und ihn in ein kleines Tor zu schießen. Danach eine Geste des Triumphs: Der SDR-3X kniet nieder und schüttelt seine Fäuste gen Himmel.
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| Asimo (links) |
Der etwa 40 Kilo schwere Asimo wurde diese Woche erstmals präsentiert, befindet sich noch im Entwicklungsstadium und wird am Freitag auf der Robodex 2000 vorgestellt. Asimo steht für "advanced step in innovative mobility", er ist der dritte von Honda hergestellte Prototyp, seit die Firma 1986 mit der Roboterforschung begann. Asimo bewegt sich menschenähnlich, er kann wie selbstverständlich während des Gehens die Richtung wechseln, tanzähnliche Schritte und Zwischenschritte vollführen und seine Arme heben. Er ist kleiner und leichter als sein vollgepackter Vorgänger P3, der noch 130 Kilo wog. Statt einer dicken Workstation braucht der Bediener nur eine handliche Fernbedienung. Beherrschung der Ausmaße ist, zumindest wenn es um die Unterhaltungsindustrie geht, ein Schlüsselfaktor, für die Industrie gebaute Roboter dürfen dagegen noch schwer und groß sein. Honda arbeitet daran, den Asimo mit einem besseren Spracherkennungsmodus und der Fähigkeit Gesichter zu erkennen auszustatten.
Toshi Doi, Präsident von Sonys "Digital Creatures Laboratory", sagt, dass die neu entwickelten Roboter zunächst nur zu Spiel und Spaß taugen, bald jedoch schon einfache Dienstleistungen im Haushalt ausführen werden. "In etwa fünf Jahren werden die meisten Roboter im Unterhaltungsbereich Humanoide sein. Außerdem wird es immer weniger Unterschiede zwischen nützlichen und unterhaltsamen Robotern geben.", so Doi. Wann der Sony Dream Robot beispielsweise auf den Markt kommt ist noch nicht abzusehen.
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Das 21. Jahrhundert sei die Ära der Roboter, so Toshi Doi. Japan, Land der Roboter, will mit Hilfe der Humanoiden im ökonomischen Wettlauf mit den USA punkten. Wenn der erste Menschenroboter Marktreife erlangt, sind gesellschaftliche Eingliederungsprobleme der uneigenwilligen Gestalten allerdings vorprogrammiert. Schon vor 19 Jahren schlug die Maschine zu: Beim Reparieren eines Roboters starb ein Arbeiter: Der zuerst erlahmte Arm der Maschine wurde plötzlich wieder "lebendig" und zerschmetterte Kenji Urata aus Kawasaki.
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Die britische Shadow Robot Company hat für die Entwicklung eines der ersten bipedalen Roboter kürzlich den Smart Funding Innovation Award gewonnen.
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