USA: Republikanische Senatsmehrheit wahrscheinlich

15.10.2014

Drei Wochen vor dem 4. November konzentriert sich der Wahlkampf auf 13 Bundesstaaten

Am 4. November wählen die Amerikaner alle 435 Repräsentantenhausabgeordneten und 36 der insgesamt 100 Senatoren neu. Dass die Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus behalten, ist praktisch sicher. Ob es ihnen gelingt, im bislang demokratisch geführten Senat eine Mehrheit zu erringen, galt lange als völlig offen. Nun deuten Umfragen darauf hin, dass ihnen das gelingen könnte: Die Statistiksoftware der New York Times berechnet die Wahrscheinlichkeit, dass die Republikaner den Senat erobern, aktuell auf 68 Prozent.

Zieht man die nicht zur Wahl stehenden und die als ganz sicher geltenden Sitze in Bundesstaaten wie Alabama (wo es nicht einmal einen demokratischen Herausforderer gibt) oder Massachusetts ab, dann bleiben 13 Bundesstaaten übrig, auf die sich der Wahlkampf konzentriert: Arkansas, Louisiana, Alaska, North Carolina, Georgia, Kentucky, Montana, West Virginia, South Dakota, Iowa, Colorado, New Hampshire und Kansas.

In Georgia und Kentucky, wo die aktuell gewählten Senatoren Republikaner sind, haben die demokratischen Herausforderer nur relativ geringe Chancen. Auch in Arkansas und Louisiana führen die Republikaner in den Umfragen. In North Carolina liegt dagegen die demokratische Senatorin Kay Hagan drei Punkte vor ihrem republikanischen Herausforderer Thom Tillis, dem Sean Haugh, der Kandidat der Libertarian Party, bis zu acht Prozent der potenziellen Wähler abspenstig machen könnte. Auch in New Hampshire hat die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen in den Umfragen beständig die Nase vorn.

In den rot oder blau gekennzeichneten Bundesstaaten werden am 4. November Senatoren gewählt. Dunkelrot: Republikanischer Senator kandidiert. Hellrot: Republikanischer Senator kandidiert nicht mehr. Dunkelblau: Demokratischer Senator kandidiert. Hellblau: Demokratischer Senator kandidiert nicht mehr.Karte: AndyHogan14. Lizenz: Public Domain.

In Alaska, wo die Familie der ehemaligen republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin unlängst mit Reality-TV-typischen Verhaltensweisen in die Schlagzeilen geriet, führt der republikanische Kandidat Dan Sullivan zwar immer noch in allen unabhängigen Umfragen, aber der Bundesstaat gilt aufgrund seiner geringen Bevölkerungszahl und mehrerer falscher Vorhersagen in der Vergangenheit als schwieriges Gelände für Meinungsforscher. Ähnliches sagt man über den South-Park-Bundesstaat Colorado, wo der demokratische Senator Mark Udall in sieben von acht aktuellen Umfragen hinter dem Republikanern Cory Gardner liegt.

In Iowa führt in den Umfragen manchmal der demokratische Kandidat Bruce Braley und manchmal die republikanische Kandidatin Joni Ernst - aber immer ist der Vorsprung knapp. In Montana, West Virginia und South Dakota, wo sich die demokratischen Senatoren zur Ruhe setzen, ist der Wahlausgang ebenfalls relativ schwer vorhersagbar.

In South Dakota sank die Popularität des ehemaligen Gouverneurs und anfangs als Favorit gehandelte Republikaners Mike Rounds, nachdem herauskam, dass er in einen Visaerteilungsskandal verwickelt ist. Nun hat nicht nur der demokratische Kandidat Rick Weiland Chancen, sondern auch der als Unabhängiger antretende ehemalige Republikaner Larry Pressler.

In Kansas, wo der Demokrat Chad Taylor seine Kandidatur zurückzog, liefern sich der unabhängige Bewerber Greg Orman und der republikanische Senator Pat Roberts in den Umfragen sogar ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In einigen führt Orman, in anderen Roberts. Orman vertritt eher (im amerikanischen Sinne) liberale Positionen, hat aber angekündigt, sich nach der Wahl der Fraktion zuzugesellen, die eine "klare Mehrheit" hat.

Was er macht, wenn die Demokraten zusammen mit den ihnen zugerechneten Unabhängigen Bernie Sanders und Angus King auf 49 und die Republikaner auf 50 Sitze kommen, ließ er offen. Da bei einem Gleichstand die zusätzliche Stimme des (nicht dem Senat angehörigen) demokratischen Vizepräsidenten Joseph Biden entscheidet, könnte er in so einem Szenario beiden Lagern zu einer Mehrheit verhelfen.

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