Feministisches Hijacking

29.03.2015

EMMA-Autorin Luise Pusch fordert Frauenquote im Cockpit

Das feministische Magazin EMMA fordert eine Frauenquote für das Cockpit. Grund sei die angeblich höhere Anfälligkeit für Amokläufe bei Männern. Zudem maß die Autorin dem überwiegend weiblichen Geschlecht der getöteten Menschen eine Bedeutung bei. Welchen Sicherheitsgewinn sich genau die Autorin von einer Quotenregelung verspricht, ist unklar, da nach Logik der Autorin nur ein rein weibliches Cockpit einen soliden Sicherheitsgewinn zeitigen könnte.

Mögen Frauen auch seltener zu Gewalttaten neigen, kommen durchaus auch Amokläufe von Täterinnen vor. So erschoss 2010 eine Frau in Lörrach vier Personen und verletzte 18 weitere. 1996 sprengte sich in Frankfurt eine Frau in die Luft, wobei sie zwei weitere Menschen mitriss und 13 Personen verletzt. Die Boomtown Rats besangen den Fall einer 16jährige Schülerin, die 1979 zwei Personen erschoss und neun weitere verletzte, weil sie keine Montage mochte.

Boomtown Rats - I don't like Mondays

Ob die wenigen Flugkapitäninnen sich wirklich über die ungebetene feministische Vereinnahmung freuen, darf bezweifelt werden. Die Autorin Prof. Dr. Luise Pusch gilt seit ihrem Aufsatz Das Deutsche als Männersprache - Diagnose und Therapievorschläge (1984) als die Begründerin der feministischen Linguistik und hat eine Datenbank mit mehr als 30.000 Biographien von Frauen aufgebaut. Insoweit hätte sich für Pusch auch ein Hinweis auf deutsche Pionierinnen der Lüfte angeboten.

So trainierte die Testpilotin Hanna Reitsch (1912-1979) ein von ihr mit Nachdruck durchgesetztes Himmelfahrtskommando, bei dem junge Nazis die V1-Flugbombe im Kamikaze-Stil in feindliche Ziele lenken sollten. Eine andere prominente Fliegerin war die Kunstpilotin Beate Rotermund-Uhse (1919-2001), die mehrere Militärmaschinen flog. Die nach dem Krieg im Erotikgeschäft höchst erfolgreiche Unternehmerin findet aber gerade bei den "PorNo"-bei Feministinnen der EMMA-Fraktion wenig Anklang.

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