Umfrage in Bayern: AfD gewinnt auf Kosten der Freien Wähler

13.01.2016

Nach der aktuellen Bayerntrend-Umfrage legt die CSU nur gering zu, die absolute Mehrheit wäre gesichert

Mit der so genannten Flüchtlingskrise hat die CSU nach den Ausländern die Flüchtlingspolitik entdeckt, um sich auch gegen Berlin zu profilieren. Bayern wurde spätestens im September zu dem Bundesland, an dem die Flüchtlinge auf ihrem Treck aus den Kriegsgebieten zuerst eintrafen. In Bayern ist im Unterschied zu Sachsen die Stimmung nicht wirklich hochgekocht, zumal hier die CSU sowieso die Meinungshoheit hat und schnell Themen besetzt, um den rechte Rand nicht hochkommen zu lassen.

Deswegen wohl hat die CSU mit ihrem Ruf nach einer Obergrenze, Grenzkontrollen und Verschärfungen der Asylpolitik nach einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins "Kontrovers" kaum an Stimmen zulegen können. Mit einem Punkt mehr als im Januar 2015 käme sie, wenn jetzt Landtagswahl wäre, auf 47 Prozent die Landtagswahl – und würde sich damit die absolute Mehrheit sicher. Die SPD befindet sich hingegen weiter auf der Rutsche nach unten. Sie verliert 3 Punkte und kommt nur noch auf 16 Prozent.

Die Grünen legen hingegen um 3 Punkte auf 12 Prozent zu. FDP und Linke verharren bei 3 Prozent und würden nicht in den Bundestag einziehen. Die größte Umverteilung dürfte es zwischen den Freien Wählen, die von 10 auf 5 Prozent abstürzen, und der AfD geben, die 8 Prozent wählen würden, 4 Prozent mehr als im Januar 2015. Da die Umfrage zwischen dem 7. Und 11. Januar durchgeführt wurde, sind zwar die Terrorwarnung in München und die Ausschreitungen von Köln und anderswo bereits in die Stimmungslage eingeflossen, nicht aber der Anschlag auf deutsche Touristen in Istanbul. Gleichwohl bezweifeln 44 Prozent, dass Deutschland gut vor Terroranschlägen geschützt ist, 82 Prozent befürworten "ein stärkeres Engagement zur Schließung bestehender Sicherheitslücken", also die weitere Aufrüstung zum Überwachungsstaat.

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