Dortmund: Nordafrikaner wollten angeblich Transsexuelle steinigen

17.01.2016

Vorwürfe gegen Kölner Oberbürgermeisterin - Razzia in Düsseldorf

Manchmal erfährt man aus der Jerusalem Post mehr über Geschehnisse in Deutschland als aus deutschen Medien - zum Beispiel, dass drei 16- bis 18-jährige Nordafrikaner in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs versuchten haben sollen, ein Transsexuellenpärchen zu steinigen, nachdem sie bei einer Annäherung feststellten, dass es sich nicht um geborene Frauen handelt. Nur einer davon - ein polizeibekannter Intensivtäter - sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Von den deutschen Fernsehsendern hatte lediglich das Lokalfenster SAT1.NRW über das Ereignis berichtet. [Update: Die Regionalzeitung Der Westen hatte den Vorfall am 11. Januar gemeldet. Auch die Bild-Zeitung griff ihn auf - allerdings nur in den Regionalnachrichten.]

Die Täter sagten zu ihren Opfern auf Arabisch "solche Personen" (wie sie) müsse man steinigen. [Update: Dem Westen zufolge ging den Steinwürfen, die darauf folgten, ein Wortgefecht auf Arabisch voraus. Außerdem sollen die Verdächtigen die beiden Transsexuellen an den Haaren gezogen und ihnen an die Brüste gefasst haben.]

Dass die Opfer überlebten und keine schweren Verletzungen davontrugen, liegt möglicherweise nicht nur daran, dass zufällig ein Streifenwagen der Polizei vorbeifuhr, sondern auch, dass es am Tatort lediglich ein Kiesbeet gab. Diese Tatsache wird wahrscheinlich der Anwalt der Täter anführen, um eine Tötungsabsicht zu bestreiten und zu argumentieren, die Täter hätten nur kundgetan, was sie für angemessen halten. Allerdings finden sich auch in solchen Kiesbeeten regelmäßig größere und sehr harte Steine, die schwere Verletzungen hervorrufen können, wenn sie den Kopf treffen.

Eine der Transsexuellen, die sich heute Yasmine nennt, trug früher den Vornamen Jamal und versteht Arabisch. Ihre Partnerin Elisa hieß früher Gordon. Yasmine, die sich bereits 30 Jahre lang als Frau kleidet, sagte SAT1.NRW, sie habe es vor dem Angriff nicht für möglich gehalten, dass so etwas 2016 in Deutschland geschehen könne. Nun fühle sie sich das erste Mal nicht sicher. Die Täter sind für sie "Barbaren". Nach dem Vorfall, der bereits letzte Woche geschah, installierten die beiden in ihrem Anwesen eine Überwachungskamera.

Die Steinigung ist nicht nur im IS-Kalifat, sondern auch in mehreren anderen islamischen Ländern die für Unzucht vorgesehene Strafe - zum Beispiel in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Brunei, Pakistan, dem Sudan, dem Iran, Nordnigeria und der indonesischen Provinz Aceh. Im Alten Testament war die Strafe nicht nur für Ehebruch, sondern auch für Gotteslästerung, Götzendienst, Sabbatarbeit und Ungehorsam gegenüber den Eltern vorgesehen. Im antiken Griechenland wandte man die Methode, bei der potenziell das ganze Volk den Henker machte, dagegen bei Landesverrat, Desertion und Tempelraub an.

Steinigung des Heiligen Stephanus auf dem Jacobus-und-Stephan-Altar (1506)

In Düsseldorf durchsuchten gestern Abend 300 Polizisten mehrere Gaststätten um den Hauptbahnhof, die als häufiger Aufenthaltsort nordafrikanischer Antanzbanden gelten, die in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt im Durchschnitt alle dreieinhalb Stunden zuschlagen. "Wegen ihrer Aggressivität und Dominanz im öffentlichen Raum", so die Polizei, die erst heute Ergebnisse bekannt geben will, hätten diese Banden einen "massiven Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der Bürger".

[Update: Inzwischen hat die Düsseldorfer Polizei mitgeteilt, dass es bei den Razzien zu 294 Personenüberprüfungen und 40 Festnahmen kam. 38 der Festgenommenen müssen sich wegen illegalen Aufenthalts verantworten. Sechs sichergestellte Mobiltelefone, die aus Straftaten stammen, konnten keinem der Überprüften zugeordnet werden.]

Auch die Täter, die in der Silvesternacht in Köln massenhaft Frauen belästigten und beraubten und den Dom angriffen, waren Zeugenaussagen zufolge Nordafrikaner. Der Rheinischen Post zufolge soll die Kölner Oberbürgermeister Henriette Reker bereits am 2. Januar mit dem Polizeipräsidenten über die Silvesternacht gesprochen haben. Während dieses Telefonats soll sie den Polizeipräsidenten gefragt haben, was er nach den Vorfällen unternehmen wolle, worauf hin dieser "Nichts" sagte. Später hatte Reker verlautbart, sie habe erst aus den Medien vom Ausmaß der Ereignisse erfahren und es sei "absolut unzulässig, die Geschehnisse mit Flüchtlingen in Verbindung zu bringen".

Ob einer oder mehrere der drei Dortmunder Täter nach Merkels Grenzöffnung Ende August nach Deutschland kamen, oder ob sie schon länger dort leben, ist bislang nicht bekannt. Gleiches gilt für die Täter, die letzte Woche in Oldenburg eine 31-Jährige sexuell belästigten und ausraubten - auch wenn dem niedersächsischen Innenminister Pistorius zufolge "einiges" darauf hinweist, "dass es sich bei den Tätern um Männer mit Migrationshintergrund handelt".

Klar fest steht dagegen, dass die 15 jungen Nigerianerinnen, die in der Münchner Unterkunft Bayernkaserne einen 49-jährigen Flüchtlingshelfer der Inneren Mission (IM) ins Gesicht schlugen und würgten Asylbewerberinnen sind. Mit dem Angriff wollten sie den Betriebsleiter dazu zwingen, ihnen einer bessere Unterkunft zuzuweisen. Dem IM-Vorstand Günther Bauer nach sollen einige der Nigerianerinnen zudem gedroht haben, sie würden ihre kleinen Kinder aus Kopfhöhe fallen lassen, wenn man ihre Wünsche nicht erfüllt. Die Polizei ermittelt bislang nur gegen vier der Täterinnen wegen gefährlicher Körperverletzung.

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