Syrische Regierung wendet sich an die UN

15.02.2016

Iran droht mit Einschreiten gegen Türkei und Saudi-Arabien

Wie die syrische Nachrichtenagentur SANA gestern mitteilte, hat sich das syrische Außenministerium am Sonntag in zwei Briefen an den UN-Sicherheitsrat sowie an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gerichtet und den Beschuss syrischen Gebiets und seiner Bürger durch die Türkei als Verletzung seiner Souveränität scharf kritisiert.

Weiter heißt es, dass der Beschuss von türkischem Boden aus gegen syrische Kurden und die syrische Armee erfolgt sei, um "bewaffnete Terrororganisationen" zu stärken. Auch die Ortschaften Maranaz, al-Malkieh, Minnegh, Ein Daqneh und Bazi sollen Ziel der Angriffe gewesen sein.

Wie SANA weiter berichtet, sollen mehrere bewaffnete Fahrzeuge von türkischem Gebiet nach Syrien bei Bab al-Salameh eingedrungen sein. Die Fahrzeuge wurden dabei von rund 100 türkischen Soldaten und Söldnern begleitet und sollen Operationen im Gebiet von Azaz durchgeführt haben. Der türkische Verteidigungsminister stritt dies ab, man plane auch nicht, Truppen zu schicken.

In den Schreiben an die UN heißt es weiter, dass die Angriffe sich mit Aussagen des türkischen Premierministers Davutoglu decken, wonach dieser die Unterstützung von "Jabhat al-Nusra, al Jabha al-Shamiya, Ahrar al-Sham" und anderer mit der Terrororganisation al-Qaida verbundenen Gruppen offen bestätigt. Die syrische Regierung fordert ein Ende der Angriffe und betont ihr "legitimes Recht, auf die türkischen Verbrechen und Angriffe zu antworten".

Auch der türkische Politiker Selahattin Demirtas von der HDP sagte am Samstag gegenüber Journalisten, dass Saudi-Arabien, die Türkei und Katar von Beginn des syrischen Bürgerkriegs eine wesentliche Rolle bei der Unterstützung von Jabhat al-Nusra und dem IS einnehmen.

Auf ein mögliches Eingreifen der Türkei und Saudi-Arabiens, um einen Erfolg der syrischen Regierung um Assad mit Hilfe Russlands und der libanesischen Hisbollah zu verhindern, würde auch der Iran reagieren. Der iranische Brigadegeneral Yadollah Javani betonte "den iranischen Grundsatz zur Verteidigung der syrischen Nation" in Hinblick auf eine "saudische Invasion in Syrien" am Wochenende und sagte, dass der Erfolg der syrischen Truppen die "regionalen Unterstützer der Terroristen" aufgebracht hätte.

Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Agency (AA) unter Berufung auf das türkische Militär am Sonntag mitteilte, hat die türkische Armee seit Samstag mehrfach Stellungen der PYD im Bezirk Azaz nördlich von Aleppo beschossen.

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