2015 gab es den "höchsten Wanderungsüberschuss in der Geschichte der Bundesrepublik"

21.03.2016

Nach dem Statistischen Bundesamt sind letztes fast 2 Millionen Ausländer nach Deutschland gekommen

2015 sind, wie das Statistische Bundesamt berichtet, mit fast 2 Millionen Menschen nach Deutschland gezogen. Das sei "außergewöhnlich hoch". Allerdings haben nach der Wanderungsstatistik auch 860.000 Ausländer wieder Deutschland verlassen. Daraus ergibt sich ein Wanderungssaldo von 1,24 Millionen Ausländern, der "höchste jemals gemessene Wanderungsüberschuss von Ausländerinnen und Ausländern in der Geschichte der Bundesrepublik".

2014 lag der Wanderungssaldo bei 577.000, also bei der Hälfte, während die Zahl derjenigen, die wieder weggezogen sind, nur geringfügig geringer war. Verändert sich nicht nur die Zahl, sondern auch die Herkunft der Zuwanderer. Bis 2014 sei die Zuwanderung überwiegend aus anderen EU-Ländern gekommen, wobei die Menschen sich oft nur vorübergehend in Deutschland aufhielten.

Registriert waren Ende 2015 9,11 Millionen Ausländer, ein Plus von 955.000 oder 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus dem Ausländerzentralregister (AZR) ergibt sich, dass 2015 59.500 ausländische Kinder geboren wurden. Da 29.500 Ausländer verstorben sind, ergibt sich ein Geburtenüberschuss. 111.000 Ausländer wurden eingebürgert. 618.000 Fortzüge gab es und 1,654 Zuzüge, was mit einem Saldo von 1,036 Millionen eine geringere Zahl wie in der Wanderungsstatistik ergibt, weil Ausländer, wenn sie sich nur kurz in Deutschland aufhalten, nicht im AZR registriert werden. Sowohl die Wanderungs- als auch die Ausländerstatistik würden aber zu geringe Zahlen angeben, schreibt das Statistikamt, "da nicht in allen Fällen von einer zeitnahen Registrierung der Zugezogenen ausgegangen werden kann".

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