Studien über Missbrauch von Überwachungstechnologie

Armin Medosch 23.08.1999

Arbeitspapiere der STOA-Arbeitsgruppe des Europaparlaments inoffiziell veröffentlicht.

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Bereits im Mai war Duncan Campbells Bericht für das technische Komitee des Europaparlaments (Scientific and Technological Options Assessment - STOA) mit neuen Details über das weltweite Abhörsystem Echelon und über "ILETS - die geheime Hand hinter ENFOPOL" erschienen. Dank John Youngs Cryptome sind nun Berichte dreier weiterer Autoren für das STOA-Panel online zugänglich.

Nikos Boginokolos schrieb über "Die Entwicklung von Überwachungstechnologie und das Risiko des Missbrauchs ökonomischer Informationen". Sein Bericht stützt sich auf Interviews mit Experten in 11 europäischen Ländern. cryptome.org/dst-1.htm

Professor Chris Elliott untersuchte "Gesetzliche Grundlagen der Überwachung elektronischer Kommunikation - ein Überblick über Themen und Methoden im Lichte internationalen, europäischen und amerikanischen Rechts". Wie der Titel schon sagt, stützt sich dieser Teil des Berichts hauptsächlich auf bereits existierendes Recht und internationale Verträge und Konventionen. cryptome.org/dst-2.htm

Dr. Franck Leprevost beschäftigte sich mit "Verschlüsselung und Kryptographie-Systemen bei der elektronischen Überwachung". cryptome.org/dst-3.htm

Ein Konsensgedanke, der in allen Teilen der Studie enthalten ist, ist, dass dem Missbrauch von Überwachungstechnologien mit verschlüsselter Kommunikation begegnet werden kann. Doch die Balance zwischen Recht auf Privatheit, Anforderungen der Strafverfolgungsbehörden, rasant wachsendem E-Commerce und der Gefahr der Wirtschaftsspionage zu finden, wird sicher nicht leicht sein und bei kommenden Diskussion im Europaparlament und nationalen Parlamenten gewiss für heissen Diskussionsstoff sorgen.

http://www.heise.de/tp/artikel/5/5218/1.html
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