Tauss warnt vor MS-Betriebssystemen

10.09.1999

Für den Sprecher Neue Medien der SPD-Bundestagsfraktion sind Bedenken bezüglich des NSAKey noch nicht ausgeräumt.

In einem Schreiben an Microsoft Deutschland erklärte Jörg Tauss, Sprecher Neue Medien der SPD-Bundestagsfraktion, die Stellungnahme von Microsoft bezüglich des sogenannten NSAKey sei "allenfalls auf den ersten Blick logisch und befriedigend". "Die Bedenken einer weiteren Funktionalität dieser versteckten Schlüssel zugunsten des US-amerikanischen Geheimdienstes werden damit aber nicht ausgeräumt", führte der Bundestagsabgeordnete weiter aus.

Deshalb warnt er "wenigstens die Nutzer in Staat und Wirtschaft, die sicherheitsrelevantes Material besitzen, vor der weiteren Verwendung nicht nur der MS Crypto API sondern der MS Betriebssysteme insgesamt". Tauss schreibt, er habe Rat von unabhängigen Datensicherheitsexperten eingeholt, die seine Ansicht teilen würden. Man könne den fatalen Eindruck gewinnen, "dass sich die Firma Microsoft nicht an nationalen Rechtsrahmen orientiert, sondern sich ausschliesslich der US-amerikanischen Kryptoregulierung unterwirft". Dennoch hofft er immer noch, dass MS diese Bedenken ausräumen könne.

Siehe auch Peinlicher Fehler deckt die Unterwanderung von Windows durch die NSA auf, von Duncan Campbell, sowie NSA-Schlüssel bleibt umstritten von Christiane Schulzki-Haddouti.

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