Operation Dear Jack
Mit einer originellen Kampagne versucht eine britische Gruppe, das von der britischen Regierung vorgesehene E-Commerce-Gesetz bloß zu stellen
Eine originelle Kampagne hat die britische Gruppe Stand.org.uk gestartet, um das von der Regierung vorgesehene E-Commerce Gesetz zu bekämpfen.
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Bei der Gründung vor einem halben Jahr schlug die Gruppe vor, dass sich möglichst viele Bürger einen Abgeordneten "adoptieren", um durch Briefe und Mails für ein bessere Gesetzgebung zu werben. Dieses Mal geht es vor allem gegen die Passage, die vorsieht, dass der Kryptoschlüssel der Polizei bei Bedarf und unter Androhung von Gefängnisstrafe übergeben werden muss, wobei auch dem Empfänger etwa einer Email auferlegt wird, den Behörden zu beweisen, dass der verlangte Schlüssel oder Klartext nicht in seinem Besitz ist.
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Also dachten sich die Aktivisten, schicken wir doch eine Mail mit einer verschlüsselten Botschaft an den Innenminister Jack Straw, in der angeblich sein Bekenntnis steht, er habe ein Verbrechen begangen. Er selbst könne den verschlüsselten Text nicht lesen, gleichwohl wurde der Schlüssel in seinem Namen angefertigt und bei einem internationalen Public Key Server registriert. Mit einer Serie von Fotos wollen sie demonstrieren, dass sie selbst den Schlüssel nicht mehr haben. Da jetzt der Innenminister aber im Besitz einer verschlüsselten Botschaft ist, müsste er beweisen, dass er ihn auch nicht besitzt. Man habe die auch die Polizei informiert, dass der Minister im Besitz dieses Dokuments ist. Wenn mithin die Polizei käme und gemäß dem neuen Gesetz, das freilich noch nicht verabschiedet ist, den Schlüssel verlangen würde, der Minister aber nicht selbst beweisen könnte, dass er ihn nicht hat, würde ihm möglicherweise eine Gefängnisstrafe bis zu zwei Jahren drohen.
-----BEGIN PGP MESSAGE-----
Version: PGPfreeware 5.0i for non-commercial use
MessageID: 4ip9dARaGOZiVnU9TThYSu4zn2SAAZoW
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Mit dieser listigen Aktion soll dem Innenminister die Absurdität des neuen Gesetzes plastisch vor Augen geführt werden, das versucht, die Interessen der Wirtschaft und der Bürger an Verschlüsselung sowie die der Sicherheitsbehörden, weiterhin an verschlüsselte Dokumente heranzukommen unter einen Hut zu bringen. Die Aktionisten jedenfalls sind der Meinung, dass unter dem "drakonischen Gesetz" vor allem unschuldige Bürger oder Firmen leiden würden, denen etwa verschlüsselte Emails zugespielt werden.
"I am, Sir, Your most obedient servant,"
http://www.heise.de/tp/artikel/5/5331/1.html- erster schritt zum polizeistaat (31.5.2002 11:28)
- Man habe die auch die Polizei informiert, dass der Minister im Besitz dieses Do (31.5.2002 11:23)
- Ein Erklaerungsversuch (1.10.1999 1:38)
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