Bitbucket - Datenpakete in heillosem Aufruhr
Friedensdemo in Unreal - Warez War - Spenden für Bits - eWeek - Suchmaschinen, ICANN und andere Frühlingsmysterien.
E-Friedensnobelpreisnominierung für "Bobig" und Genosse
Ehre gebührt "Bobig" und ihrem oder seinem Mitstreiter Thierry Théolier für die brilliante Inszenierung eines friedlichen Sit-Ins während eines Unreal "Todesmatch" im Netz. In einer kurzen Mitteilung an die Mailingliste nettime erklärte Bobig in ergreifendem Franko-Englisch:
"Wie die vielen Pazifisten vor ihnen wurden die beiden getötet... der Schuldige rennt, aber die Aktion war wunderschön und wird sicherlich einen bleibenden Eindruck für zukünftige Generationen im Netz hinterlassen."
Er oder sie berichtet uns weiterhin, dass die beiden Aktivisten im Verlauf der Intervention vom 10. April "zu den anderen Spielern über Kunst und Frieden sprachen. Diese verstanden unsere Aktionen aber nicht wirklich." Die beiden planen "eine große Manifestation für den Frieden im Spiel Age of Empires."
Datenpakete gegen Care Schecks
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Und Hut ab vor den unerschrockenen antifaschistischen Bewohnern von Slobodan Markovics serbischsprachiger Internodium-Liste. Aus Spaß ging einer von ihnen der Frage nach, ob die Leute, die mit Pay-as-you-surf-Angeboten akribisch das Verhalten von Usern erforschen, unter Umständen zu sehr mit dem Runterkippen von Cyberbier beschäftigt sind, um zu bemerken, dass ihre User in Pariah-Nationen wohnen und daher keinerlei verfügbares Einkommen besitzen. Und so ist es. Die Raten, die diese Dienste ihren Surfern anbieten, mögen für G7-Standards lächerlich gering sein. In einer Ökonomie hingegen, die zwischen der Scylla eines kriminellen Regimes und der Charybdis der westlichen Sanktionen gefangen ist, kann man von diesen Summen durchaus einen Teil seines Lebensunterhalts bestreiten. Der smarte Unternehmer, der diesen Umstand entdeckte, hat freundlicherweise eine praktische Liste von zahlenden Diensten zusammengestellt. Falls Ihr Serbisch etwas eingeschlafen sein sollte, suchen Sie einfach nach Links, die mit einem "cek" ("Scheck") versehen sind - als Beweis dafür, dass diese Dienste auch wirklich Geld über die Theke schieben. Desweiteren liegen Tipps bereit, welche nach Fremdwährung darbende Bank Ihren cek am schnellsten und billigsten in Cash verwandelt.
Warez War, der Krieg der Raubkopierer
Laut EFE via COMTEX behauptet die brasilianische Polizei, dass ein "Guerillakrieg" zwischen verschiedenen Gruppen ausgebrochen ist, die in Operationen verstrickt sind, die von unverantwortlichen und moralisch verwahrlosten Netzjournalisten gerne unter den Begriff der Befreiung von Software gefasst werden. Offensichtlich haben Fehden unter den dOOdz der Polizei einen Schlag gegen diejenigen ermöglicht, die von eben jenen Journalisten gerne als Web-Graffiti-Künstler bezeichnet werden.
PC-Berichterstattung 2000 = Mac Berichterstattung 1998
PCWeek, das verschlafene Anzeigenblatt, das trotz unserer dauerhaften Weigerung, sein "Abonnement-Formular" mit Unsinn vollzuschreiben, immer wieder in unserer In-Box landet, hat folgendes erklärt: Nach einem einjährigen ... "listhaften Prozess" der - was immer das nun wieder heissen mag - "Veränderung unserer Auflage, um den Internet-orientierten Inhalten gerecht zu werden" wird PC-Week demnächst eWeek heissen. Wir möchten daran erinnern, dass MacWeek im August 1998, als Apple das letzte Stündlein zu schlagen schien, ankündigte, sie würde nun zur Emedia Weekly mutieren, um besser den Interessen ihrer Leserschaft dienen zu können. Sechs Monate später knickte sie ein. Und was ist die Titelstory der PCWeek-Ausgabe, in der sie ihren neuen Namen verkündet? "IN DEN SEILEN! Schuldspruch versetzt Microsoft ins Taumeln."
Exklusiv! Strategische Partnerschaft zwischen Google und WIPO nicht angekündigt.
Das Punktesystem von Google ist ein Beliebtheitswettbewerb: Trefferresultate werden aufgrund der Anzahl externer Links eingeschätzt, die auf eine Seite zeigen (und mittels der Einstufung der auf sie verweisenden Seiten präzisiert). Die Überlegung hinter diesem System ist simpel: Erst die externen Links, die auf eine Seite verweisen, machen ihre Nützlichkeit messbar. Es scheint allerdings Ausnahmen zu geben. Lässt man Google etwa nach der Phrase "intellectual property" suchen, erhält man als bestes Angebot ein Meisterstück der Nutzlosigkeit, nämlich www.wipo.org, die Homepage der World Intellectual Property Organization. OK, vielleicht waren wir jetzt etwas zu zynisch, aber wer will schon glauben, dass die WIPO in der kollektiven Einschätzung des Netzes als besonders nützlich gelten könnte? Und wie es scheint, glaubt auch Google dies nicht. Sucht man in Google mittels der "link:[(host.)domain.tld]" Syntax, um festzustellen, wieviele Sites tatsächlich auf die Seiten von WIPO linken, erhält man folgende Zahlen, die uns nur noch misstrauischer machen: wipo.org (7), www.wipo.org ("Your search...did not match any documents in this database"), wipo.int (5), www.wipo.int (no links). (Zum Vergleich: www.slashdot.org [80,100], www.microsoft.com [333,000], and www.yahoo.com [1,040,000].) Vergleichen wir also das schlechte Abschneiden der WIPO mit, sagen wir mal, dem äusserst populären Intellectual Property Network Patentserver von IBM (www.patents.icm.com: 6,638) oder dem Legal Information Institute der Cornell University (on www.law.cornell.edu: 75,900). Oder mit www.napster.com (2,860). Selbst die ehrwürdige www.warez.org schlägt die WIPO mit insgesamt 8 Links.
Falls uns jemand bei Google eine technische Erklärung liefern könnte, warum eine derart marginale Site wie die der WIPO ein so hohes Rating bekommen kann, hören wir ganz bestimmt andächtig zu. Falls nicht, können wir nur annehmen, dass der Mann von WIPO wohl auf einen Kleinen Chat vorbeigekommen ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass so etwas passiert: ein offizieller Freund von Bitbucket hat uns daran erinnert, dass die Suchmaschine FAST FTP, nachdem sie von Lycos gekauft worden war, plötzlich damit aufhörte, befreite Software zu finden - außer Demos.
Du kannst einem Schiedsrichter Geld in die Tasche wirtschaften....
Seit ICANNs Uniform Dispute Resolution Policy in Kraft getreten ist, zeitigt sie die dummen Resultate, die abzusehen waren. Die UDRP diktiert, dass sich der Beschwerdeführer in einem Domain-Streit aussuchen darf, welcher der von der ICANN anerkannten Schiedsrichter über den Fall den Vorsitz führt. So werden Beschwerdeführer in (zahlende) Klienten eines Schiedsrichters verwandelt. Wen wundert's also, wenn wir in Zukunft den Schiedsrichtern dabei zusehen dürfen, wie sie mit Hilfe der kaum umsichtig zu nennenden Schlagzeilen ihrer Presseerklärungen zum geschäftlichen Teil übergehen: "A World First oder "Cybersquatter Evicted From AOL Domain Name in World's Second Test of New ICANN Domain Dispute Policy".
... ihn aber nicht zum Denken zwingen
Die wahrscheinlich senilen, ganz entschieden aber Naked-Lunch-esquen Verwaltungsangestellten beim NAF, dem von der ICANN anerkannten National Arbitration Forum, haben sich eine bemerkenswert kreative Lösung zur Schlichtung von UDRP-Streitfällen einfallen lassen. Jemand, den wir hier nicht nennen dürfen, hat dieses Verfahren "Zufallstransfer" betitelt. Man würde eigentlich erwarten, dass die Liste von Lösungen des NAF auf zwei Möglichkeiten begrenzt sein müsste: Beschwerdeführer gewinnt (Name wird übertragen) oder Beklagter gewinnt (Name wird nicht übertragen). Eine kursorische Untersuchung zeigt aber, dass in verschiedenen Fällen eine ganz spezielle dritte Alternative gefunden wurde: "Name wird gestrichen." Eine nähere Untersuchung macht schliesslich klar, dass die Lösung genauso schwachsinnig ist, wie sie sich anhört. In einem dieser Fälle wies der inzwischen pensionierte (kein Wunder) Richter James A. Carmody an
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