Stadt am Netz

Städte, Territorien und Cyberspace

04.02.1996

Urbanisten, Architekten und ganz allgemein alle Menschen, die sich mit der Verwaltung und dem Leben von lokalen Gemeinschaften beschäftigen, sind seit einigen Jahren mit dem neuen Problem konfrontiert, in ihrer beruflichen Tätigkeit neue interaktive Kommnikationssysteme zu berücksichtigen. Welche Folgen hat die Entwicklung des Cyberspace für das Urbane und die Organisation von Territorien? Welchen aktiven und positiven Zugang lassen sich entwickeln, um die neuen Kommunikationsinstrumente besser einzusetzen? Diese Probleme gehen nicht nur Politiker, Urbanisten und Verwalter von Territorien an, sie betreffen vor allem die Stadtbewohner.

Hinsichtlich der Beziehungen zwischen Stadt und Cyberspace gibt seitens verschiedener Akteure, seien es Theoretiker oder Praktiker, mehrere Positionen. Man kann sie in vier große Kategorien unterteilen:

1. Die Deklination der Analogien zwischen den räumlichen und den virtuellen Gemeinschaften.

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2. Das Denken in Begriffen der Substituierung oder Ersetzung von Funktionen der klassischen Stadt durch Angebote und technische Mittel des Cyberspace.

3. Die Assimilation des Cyberspace zu einem urbanen oder traditionellen räumlichen Mittel.

4. Die Erkundung verschiedener Typen der Artikulation zwischen der urbanen Wirklichkeit und den neuen Formen kollektiver Intelligenz, die sich im Cyberspace entwickeln.

Wir werden nacheinander die ersten drei Positionen einer Kritik unterziehen und zu zeigen versuchen, inwiefern die vierte Position, die Erkundung der Artikulationen, für die Zukunft die reichhaltigste ist.

Städte, Territorien und Cyberspace

1. Die Analogie

2. Die Substitution

3. Die Assimilation

4.Die Artikulation

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Vier Tage Amerika

Ralf Bendrath 18.09.2001

Impressionen aus Washington

Dienstag, der elfte September, zehn Uhr morgens in Washington D.C. Ich habe hier vergangene Woche an einer Konferenz teilgenommen und warte auf einige Kollegen, die am Samstag für eine Reihe gemeinsamer Termine aus Berlin ankommen sollen. Die freie Woche nutze ich, um Freunde zu besuchen, und versuche, noch ein paar Interviews zu organisieren. Meine Gastgeberin Jenny klopft heftig an die Tür: "Komm schnell - das World Trade Center und das Pentagon brennen!"

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