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Kalifornische Alltagskultur

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Davis versäumt es auch nicht, die sprichwörtlichen Phänomenologien des kalifornischen Alltags vorzuführen. Gemeint sind die schwulen bikers und die verrückten hotrodders, wie sie in Kenneth Angers Filmen gezeigt werden, die ausgefreakten Psychedeliker, die wie Aldous Huxley in Kalifornien die magischen Pilze entdeckten oder wie Timothy Leary das LSD. Radikale Entgrenzungen des bürgerlichen Individuums werden, so scheint es, in den "Schützengräben der Sonne" befördert. Auch ernsthafte Naturwissenschaft und Esoterik stehen sich wohl nirgendwo so nahe wie in L.A. County. So arbeitete der Millionär und Wissenschaftler John Parsons in den vierziger Jahren tagsüber im Jet Propulsion Laboratory des Cal Tech (Californian Institute for Technology), während er nachts im Keller seiner Villa paganistische Rituale praktizieren ließ, die von der Lehre des berüchtigten Alistair Crowley beeinflußt waren. In diesem Umfeld holte sich ein gewisser Ron L. Hubbard das nötige Basiswissen, das er später zur Gründung der Scientology Sekte in Anwendung brachte.

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