Wettlauf im Klonen

Florian Rötzer 21.01.1999

Dolly-Schöpfer Wilmut will menschliche Embryos klonen

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Wie BBC berichtet, will Ian Wilmut vom Roslin Institute, der mit dem geklonten Schaf Dolly weltberühmt wurde, nun auch in das Klonen von menschlichen Embryos einsteigen. Bislang hatte er sich derartigen Versuchen immer entgegengesetzt. Unbestätigt bleibt weiterhin, ob Wissenschaftler in Korea bereits wirklich ein menschliches Klon hergestellt haben, wie sie behaupten.

Innerhalb der nächsten Wochen will Wilmut, vermutlich in Kooperation mit der amerikanischen Bio-Tech-Firma Geron, die bereits an der Forschung über die Züchtung menschlicher Stammzellen beteiligt ist, mit der Herstellung von geklonten menschlichen Embryos für die medizinische Forschung beginnen. Die Embryonen soll sich nicht zu Föten entwickeln, sondern der Erforschung und Behandlung von Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer dienen. Gefragt, ob er damit zurechtkäme, einen geklonten menschlichen Embryo herzustellen, antwortete Wilmut: "Ja, das kann ich schon. Natürlich verstehe ich, daß dies für einige Menschen anstößig ist, und ich glaube, es ist sehr wichtig, daß dies aus einer gesellschaftlichen Entscheidung heraus geschieht ..., aber persönlich bin ich darauf vorbereitet, das zu machen, weil das schreckliche Krankheiten sind."

Im Dezember hatte die britische Human Genetics Advisory Commission (HGAC) zwar in einem Bericht an die Regierung weiterhin ein Verbot der Herstellung von menschlichen Klons befürwortet, aber die Empfehlung ausgeprochen, daß man Klonierungstechniken auch in der Embyonenforschung die Türe offen lassen sollte, weil sie große Möglichkeiten versprechen, schwere Krankheiten behandeln zu können.

http://www.heise.de/tp/artikel/6/6359/1.html
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