Die Linke und die Globalisierung

25.07.1997
  • mobil
  • drucken
  • versenden

Am 8.6.1997 luden die Hessische Gesellschaft für Demokratie und Ökologie, eine bündnisgrün-nahe Landesstiftung der Heinrich-Böll-Stiftung, als Veranstalter und die taz zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel: Spiel ohne Grenzen? Im Zeichen der Globalisierung den deutschen Soziologen Ulrich Beck, den französischen Soziologen Pierre Bourdieu und den Fraktionsführer von Bündnis 90/Die Grünen Joschka Fischer ein. Globalisierung gilt hierzulande und bei vielen Linken als eine Bedrohung, der man nur durch Abschottung oder Regulierung beikommen kann. Natürlich, die Globalisierung ist mittlerweile zu einer strategischen Erzählung geworden, die für alle möglichen Zwecke eingesetzt wird und deren Wahrheit durchaus von manchen bestritten wird und als Globalisierungsfalle bezeichnet wird. Es scheint, als wären nicht nur Europa, sondern insbesondere auch die Linke gelähmt und in sich zerrissen. Das spiegelt sich auch in den Positionen von Beck, Bourdieu und Fischer, die nach Strategien einer kritischen Einflußnahme suchen.

Pierre Bourdieu: Der Multi MacDonald gegen zwei britische Kritiker. Eine Parabel über die Globalisierung
Ulrich Beck: Globalismus und Globalisierung. Gegen die unterstellte Dominanz der wirtschaftlichen Globalisierung
Joschka Fischer: Globalisierung als Ausdruck veränderter Produktivkräfte. Für eine soziale und demokratische Regulierung.
Die Diskussion:
Pierre Bourdieu: Gegen die Brüsseler Technokraten
Ulrich Beck: Demokratische Re-Regulierung
Joschka Fischer: Der Euro als Chance für eine europäische Diskussion
Ulrich Beck:: Die Bedeutung von transnationalen Institutionen
Pierre Bourdieu: Der Beitrag der Intellektuellen
Joschka Fischer: Der Neoliberalismus ist eine Werteentscheidung
Pierre Bourdieu: Gegen das Maastricht-Europa
Ulrich Beck: Reformulierung einer linken Position jenseits von links und rechts Joschka Fischer: Ein Begriff von Solidarität unter den Bedingungen der Globalisierung

Siehe auch:

Globalisierung - eine moralische Pflicht?
Schwierigkeiten der Opposition mit Europa
Osteuropa und der Euro-Gipfel in Amsterdam
Globalisierung - ein Mythos?
Auswege aus der Globalisierungsfalle
Wandel der Bürgerrechte durch die Globalisierung

Telepolis veröffentlicht die Abschriften der Vorträge und Auszüge aus der Diskussion mit freundlicher Genehmigung der Hessischen Gesellschaft für Demokratie und Ökologie. Die Abschrift besorgte Florian Rötzer.

http://www.heise.de/tp/artikel/8/8027/1.html
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
FOTOBLOG

Der schöne Schein

Firewall mit Windows

bilder

seen.by


TELEPOLIS