Weltdurchschnitt: 96 Mal Sex im Jahr
USA sind mit jährlich 132 Mal pro Nase nach einem Bericht angeblich auch im Sex führend, Deutschland hält sich in der Mitte
Kondomproduzent Durex hat die bislang angeblich größte und umfassendste weltweite Befragung zum Sexualverhalten durchgeführt. 18000 Menschen im Alter zwischen 16 und 55 Jahren wurden in 27 Ländern befragt - und der Gewinner sind die USA, was die Häufigkeit angeht, während die Franzosen führend bei der Zahl der Partner sein wollen.
Das Ergebnis der Studie ist freilich selbst bei manchen Fragen vielleicht eher ein Gradmesser für die Ehrlichkeit oder die Erwartungshaltung denn ein Spiegel des wirklichen Verhaltens. So konkurrieren die gegenwärtige Supermacht USA und Russland, die frühere Supermacht im Gleichgewicht des Schreckens, heute anscheinend um die Stärke der Libido ihrer Bürger. Mit durchschnittlich 132 Mal Sex pro Jahr scheint der amerikanische Bürger jedenfalls vor dem russischen zu liegen, der es 122 Mal im Jahr macht, gefolgt von den Franzosen (121), die sowieso gerne im Clinch mit den USA liegen, und Griechenland (115). Der weltweite Durchschnitt liegt bei 96 Mal, da sind die Australier mit 98 und die Deutschen mit 97 so gerade dabei, während Holland, aber auch Spanien und Italien schon weiter zurückliegen. In Asien ist man entweder ehrlicher oder zurückhaltender. Hier liegt Taiwan mit 78 Mal vor Thailand (70) und China (69). Japan ist das Schlusslicht mit gerade einmal 37 Mal, zumindest was die Befragten angegeben haben.
Die Männer wollen mit 122 Mal im Jahr öfter Sex als die Frauen mit durchschnittlich 88 Mal haben. Diesen Unterschied, der bei vielen Befragungen auftaucht, wollen Wissenschaftler teilweise auf den Gang der Männer zu Prostituierten zurückführen, aber vielleicht haben sie einfach nur mehr Geltungsdrang und setzen auf die Wunschquantität. Erwartungsgemäß nimmt die Sexfrequenz nach einer Spitze bei den 16-20-Jährigen (113) mit dem Alter ab. Die über 45-Jährigen liegen mit 67 Mal schon deutlich hinter dem allgemeinen Durchschnitt. Über die Hälfte der Befragten sagt, dass es jede Woche einmal ins Bett oder sonstwohin geht, immerhin nur 4 Prozent geben an, es jeden Tag zu treiben. Bei nichtverheirateten Paaren, die zusammen leben, ist das Begehren offenbar am höchsten (146), bei den verheirateten Paaren sinkt der Libidospiegel (98) und die Singles tun sich offenbar doch schwer (49).
Die Amerikaner wollen auch die ersten sein, die am jüngsten mit dem Sex beginnen und ihre Unschuld verlieren. Mit 16,4 Jahren durchschnittlich vögelten sie das erste Mal, knapp vor den Brasilianern und wieder dicht gefolgt von den Franzosen mit 16,7 Jahren. Dann aber kommt mit 16,9 Jahren bereits Deutschland. Dabei scheinen die Jüngeren auch früher Sex als die Älteren gehabt zu haben. Die 16-20-Jährigen wollen es durchschnittlich mit 16 Jahren das erste Mal gemacht haben, die über 45-Jährigen hingegen erst mit 18,9 Jahren. Abgesehen von den Brasilianern scheint hier ein deutlicher Unterschied zwischen den westlichen und den östlichen Ländern vorzuliegen. Der globale Durchschnitt liegt bei 18,1 Jahren, wobei Männer mit 17,5 Jahren früher anfangen als Frauen mit 18,6 Jahren. Malysia, Indien, Taiwan und China liegen jedenfalls mit jeweils über 20 Jahren am Ende der Skala.
Was die Partnerzahl angeht, so setzen die Franzosen mit 16,7 am meisten auf Abwechslung, gefolgt von Griechen (15), den Brasilianern (12,5) und den USA (11,8). Die Deutschen liegen mit 8,7 knapp über den Gesamtdurchschnitt (8,2). Die Chinesen, dieses Mal nur vorletzte, haben angeblich nur 2,7 Partner, die Inder gar nur 1,8. Insgesamt wollen auch hier die Männer mit 11,7 Partnern den Frauen mit 4,6 überlegen sein, wobei man sich schon manchmal fragen muss, wie das alles so zusammen gehen kann. 16 Prozent der Männer hatten nur mit einer Person Sex, bei den Frauen, den treuen Seelen, sind das schon 38 Prozent. Besonders in Indien ist man sexuell treu: hier haben unglaubliche 82 Prozent nur einen Sexualpartner, während es in China noch immer 60 Prozent sind.
Männer und Frauen durften dann auch noch ihre Auswahl aus einer Reihe von überwiegend amerikanischen (Hollywood)Stars treffen, um die Frau oder den Mann zu küren, die oder der am meisten sexy ist. Weltweit liegen Madonna und Jennifer Lopez mit jeweils 12 Prozent an der Spitze bei den Männern. In Deutschland ist das Cindy Crawford, in Indien kommt sogar die ansonsten wenig genannte Steffi Graf hinter Madonna, in den USA führt Jennifer Lopez. Die Tschechen und die Ungarn halten zu Klaudia Schiffer. Die Frauen finden hingegen Tom Cruise mit 17 Prozent am attraktivsten. Michael Schumacher und Pavarotti haben da mit 1 Prozent wenig zu melden, aber auch Fußballstar Ronaldo oder Prince William sind diesbezüglich uninteressant. Die 16- bis 24-jährigen Frauen finden allerdings Ricky Martin, Leonardo Di Caprio und Brad Pitte eher sexy, die verheirateten und über 25-jährigen Frauen neigen mehr zu Mel Gibson, Michael Douglas und Arnold Schwarzenegger. Und auch die Inderinnen scheinen ein Faible für Tennisstars zu haben, da sie am meisten für Andre Agassi votiert haben.
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Ja, und dann wollen französische Forscher - am meisten Partner, ziemlich früh Sex und ziemlich häufig - zumindest bei den Männern noch das oder ein Sexzentrum entdeckt haben. Neun gesunden und heterosexuellen männlichen Versuchspersonen wurden Fotos und Filme gezeigt und dabei mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) der Blutfluss im Gehirn gemessen, um zu sehen, welche Areale aktiv sind, wenn sie sexuell stimulierende Bilder sahen. Zusätzlich wurden noch der Blutdruck, der Puls und der Testosteron-Gehalt gemessen. Gefragt wurden sie überdies, wie sehr sie vom Gesehenen erregt worden seien. Jerome Redoute und seine Kollegen schreiben in der Zeitschrift Human Brain Mapping, dass offenbar das noch wenig bekannte Areal Claustrum im Temporal-Lappen am meisten aktiv sei bei sexueller Erregung, zumindest solange sie auf den Blick beschränkt ist. Redoute meint, dass es wichtig sei zu sehen, was bei gesunden Männern passiere, wenn sie sexuell erregt sind, um möglicherweise Männern mit Problemen helfen zu können.
http://www.heise.de/tp/artikel/8/8938/1.html- Nackt duschen (17.11.2004 1:06)
- Alles garnicht Schlimm ! (17.11.2004 1:01)
- echt ey (23.10.2000 8:33)
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