The WTC Conspiracy

Primatenpolitik und Denkverbote

Mathias Bröckera 19.09.2001

The WTC Conspiracy VI

Vom Überraschungsangriff auf Kennedy wissen wir heute, dass die tags darauf präsentierten Täter und Hintergründe mit 99%-iger Sicherheit ein Fake waren. Bei der bereits erwähnten Pearl Harbor Überraschung ist es dasselbe, wie eine am Sonntag bei Phoenix ausgestrahlte BBC-Dokumentation noch einmal nachhaltig bestätigte. Dass bei der von Bush senior mit dem Golfkrieg eingeführten "Neuen Weltordnung" mehr im Spiel war als nur den netten Hurensohn Saddam wegen eines inszenierten "Überraschungsangriffs" zu entwaffnen, ist ebenfalls keine krause Phantasie - auch hier wurde die Weltöffentlichkeit getäuscht.

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Das heißt nun für den WTC-Fall alles überhaupt nichts. Es kann durchaus alles so sein wie Bush junior und die Medien unisono behaupten: dass ein Kommando von arabischen Kamikaze-Attentätern gesteuert von Bin Laden diesen perversen Anschlag verübt hat. Solange es dafür aber keine stichhaltigen Beweise gibt, solange müssen Fragen nicht nur erlaubt sein, sie sind sogar erste Journalistenpflicht.

Der Kollege Henryk Broder sieht das anders: er unterstellt mir in einem wütenden Radio-Kommentar und auf seiner Website ein "krankes Hirn", das nur noch von den "Protokollen der Weisen von Zion" und Holocaust-Leugner David Irving übertroffen würde. Schon im Golfkrieg gehörte Broder ja zu den journalistischen Jubelteutonen, der jeden Zweifel an der "Operation Wüstensturm" als anti-semitisch und anti-zivilisatorisch abmeierte. Dass nun dummerweise seine Kumpels vom CIA, und nicht etwa Arafat, in New York die erste Dshihad-Weltkonferenz veranstalteten und Milliarden in Ibn Ladins Laden pumpten, stellt da ein argumentatives Problem dar - weshalb jeder, der in diese Richtung recherchiert, als "krank" disqualifiziert werden muss. Ich habe Broder insofern mein Verständnis für seinen pathologischen Eifer mitgeteilt, und ihm empfohlen, doch für ein Rache-Bombardement von Mekka & Medina zu plädieren. Nach dem anschließenden Weltkrieg wäre mit der Hälfte der Menschheit mindestens auch die Hälfte aller Terroristen weg ...

Also: Warum hinterlassen solche Superterroristen arabische Flugunterlagen in Mietautos? Warum buchen sie Inlandsflüge - für die keine Ausweiskontrolle besteht - unter ihren wirklichen Namen? Warum bleiben Taschen am Flughafen hängen, die Abschiedsbriefe enthalten? Wer sollte diese Briefe lesen, wenn die Tasche mit in die Maschine gekommen wäre? Wenn es echte Abschiedsbriefe an Angehörige waren, warum wurden sie nicht vor dem Abflug einfach in den Briefkasten geworfen? Warum gibt es keinen Bekennerbrief? Wer fädelt eine solche Mega-Aktion ein, ohne sich danach zu bekennen? Warum gibt es, wie sonst bei jedem großen terroristischen Anschlag, keinerlei politische Forderungen, kein Statement, rein gar nichts? Wieso droht der mysteriöse Dr. No, der hinter diesem James-Bond-artigen Terror steckt, nicht mit einer Fortsetzung, setzt Ultimaten, übt Druck aus?

Es gibt viele, viele offene Fragen - angefangen von der offenbaren "Operation Schlafmohn" der Geheimdienste und der Flugsicherung, die erst, als es knallte, aus ihrem Koma erwachten - und es ist viel zu früh, auf alle sofort eine Antwort zu verlangen. Aber gestellt müssen diese Fragen werden, und zwar jetzt. Nicht, um die unübersichtliche Komplexität der Lage auf eine simplifizierende Verschwörungstheorie zu reduzieren - eben darin übt sich ja gerade der Mainstream der Medien -, sondern im Gegenteil: um im Dienst der Wahrheitsfindung dumm machende Simplifizierungen und ihre gefährlichen Konsequenzen zu verhindern.

Ein frommer Wunsch, zugegeben. Im Ausnahmezustand, so wusste schon Carl Schmitt, Kronjurist & Machttheoretiker des Dritten Reichs, garantiert nur ein klarer Freund/Feind-Gegensatz Souveränität. Schon Affen zeigen den Reflex, bei Gewittern auf den nächsten Hügel zu rennen und drohende Gebärden gen Himmel zu richten - für die erste, kathartische Verarbeitung von Katastrophen ist scheinbar eine Art Sündenbock-Mechanismus in das Primatenhirn eingebaut.

http://www.heise.de/tp/artikel/9/9583/1.html
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