Wissenschaftler sehen eklatanten Zusammenhang zwischen Rekordschmelze und globalen Temperaturschwankungen
Nachdem ein Wissenschaftsteam unter der Leitung von Eric Rignot, wie vor wenigen Tagen gemeldet, ermittelt hatte, dass die Eisschmelze in der Antarktis schneller verlaufe als bislang angenommen, kommt nun eine andere Studie zu einem ähnlichen Ergebnis in Grönland: Demnach soll das grönlänische Inlandeis in einem extremen Ausmaß schmelzen. Als Ursache für den größten Schwund seit 50 Jahren ermittelte ein internationales Team von Grönland-Glaziologen und Klimaforschern die jüngsten warmen Sommer.
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In einer Studie, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Climate, stellen Dr. Edward Hanna, Spezialist für Polareis- und Klimawandelforschung an der Universität von Sheffield, et al. fest, dass Grönland in den letzten 15 Jahren auf die globale Erwärmung reagiert habe.
Während sich für den Zeitraum zwischen den 60er Jahren und den frühen 90ern
erkennen lasse, dass der grönländische Eisschild eher auf regionale denn auf globale Klimaveränderungen reagiert habe, würde sich seit Mitte der 90er Jahre ein frappierender Zusammenhang zeigen: zwischen deutlich mehr schmelzendem Eis und den globlen Temperaturschwankungen.
So habe sich beispielsweise der außergewöhnlich warme Sommer von 2003 auf die Ränder des grönländischen Inlandeises ausgewirkt und den zweitgrößten Schmelzwasserabfluss seit 50 Jahren erzeugt. Im Jahre 2005 gab es eine Rekordschmelze, die vom letztjährigen Sommer noch übertroffen wurde. Insgesamt sollen 5 der 9 Rekordjahre, was den Abfluss von Schmelzwasser betrifft, im Zeitraum seit 2000 gezählt worden sein (zugrunde gelegt werden Aufzeichnungen seit 1958).
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