Windkraft Spitzenstrom ab 2008 aus dem Wasserstoffspeicher
Nordöstlich von Prenzlau entsteht ein 500-Kilowatt-Elektrolyseur als Spitzenstrom Lieferant.
Nordöstlich von Prenzlau entsteht ein 500-Kilowatt-Elektrolyseur als Spitzenstrom Lieferant. Windkraftbetreiber Enertrag betreibt in der Uckermark bereits einen Verbund von 70 Windkraft- und Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 230 MW Windkraft und 20 MW Biogasstrom. Zusammen mit der Fachhochschule Stralsund wird der Verbund zur Zeit ergänzt durch den Prototypen einer Elektrolyse- und Speicherstation. Die Anlage besteht aus dem Elektrolyseur, der Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff spaltet, einem Wasserstoff-Speicher und PEM-Brennstoffzellen für die Rückverstromung.
Geht der Zubau im bisherigen Umfang weiter, wird Windenergie zukünftig den Hauptanteil der Energieversorgung aus erneuerbaren Energieträgern liefern. Leistungsfähige Speicher werden die Windstromversorgung dabei unabhängig von den aktuellen Windverhältnissen machen. Der jetzt geplante erste Speicher seines Typs soll nicht der Grundlastversorgung dienen, dazu ist er zu gering dimensioniert, sondern Spitzenstrom liefern. Aus den Daten der Strombörse wird errechnet, wann Strom am teuersten gehandelt wird und es am lukrativsten ist, den gespeicherten Wasserstoff in elektrische Energie zu wandeln und ins Netz zu schicken. Bis Windstrom ganzer Offshore-Anlagen gespeichert werden kann wird es noch einige Jahre dauern. "So weit werden wir erst in etwa zehn Jahren sein", glaubt Hans-Peter Waldl dessen Firma Overspeed ebenfalls eine Pilotanlage bei Oldenburg entwickelt.
Aber die intelligente Steuerung wird von Anfang an einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen und helfen in einem ersten Schritt teuren Spitzenstrom durch Regenerativen zu ersetzen. Die Anlagen passen auch gut zur nächsten Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes EEG. In ihr ist vorgesehen, dass EE-Anlagen aus der Einspeisevergütung aussteigen und ihren Strom auf dem freien Markt verkaufen können – mit regenerativ erzeugtem Spitzenstrom wird sich das lohnen.
Bild: ETI
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