Für den neuen Wissenschaftsberater der britischen Regierung ist die Bekämpfung der Klimaerwärmung genauso wichtig wie die Sicherung der Lebensmittel- und Energieversorgung.
John Beddington, der neue Wissenschaftsberater der britischen Regierung und Professor für Bevölkerungsbiologie am Imperial College London., warnte in seiner ersten Rede vor den schnell wachsenden Lebensmittelpreisen und dem zunehmenden Trend zur Herstellung von Biosprit. Neben der Bekämpfung der Klimaerwärmung sei die Sicherung der Lebensmittel- und Energieversorgung genauso wichtig und dringend.
Es sei kaum hinzunehmen, dass Nahrungsmittel angebaut werden, um erneuerbare Energie herzustellen, während gleichzeitig die Nahrungsmittelpreise damit noch weiter in die Höhe schießen. Nachfrage nach Lebensmitteln mit der wachsenden Bevölkerung und Wohlstand in einigen Schwellenländern treibe die bereits in die Höhe.
Auch die Klimaerwärmung führe zu höheren Preise, weil in manchen Regionen der Niederschlag zurückgeht. Die Landwirtschaft müsse die Produktion von Nahrungsmitteln mehr als verdoppeln, aber weniger Wasser verbrauchen, sagte er. Bis 2030 müssten 50 Prozent mehr Nahrungsmittel produziert werden, bis 2080 müsse die Produktion verdoppelt werden. Neben der Lebensmittelkrise, die zu erwarten sei, wenn die Politiker nicht schnell handeln, sei es "zutiefst dumm", Pflanzen für Biosprit auf nicht anhaltende Weise anzubauen. Zumal wenn dafür Regenwald abgeholzt wird.
Ganz entscheidend sei es, dass Technik und Wissenschaft die Leistung der landwirtschaftlichen Produktion pro Bodenfläche erhöhen. Wie sein Vorgänger will er sich daher auch für gentechnisch veränderte Pflanzensorten einsetzen.
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