Die größten Klimaverpester treffen sich in Paris, die Klimapolitik von Bush stößt auf Ablehnung.
Die Rede von US-Präsident Bush zu seiner Klimapolitik, die erst 2025 einen freiwillig vereinbarten Stopp des wachstums von Treibhausgasemissionen vorsieht, erregte den deutschen Umweltminister Gabriel. Das sei eine "Neandertal-Rede" gewesen, schimpfte der deutsche SPD-Minister. Für ihn geht es ohne "verbindliche Obergrenzen und Reduktionsziele für die Industriestaaten" nicht, die voran gehen müssten. Auch andere Teilnehmer am "Treffens der größten Volkswirtschaften" (Major Economies Meeting) in Paris lehnen die Klimapolitik von Bush ab.
Bis heute tagen die Vertreter von 16 Ländern, die als Hauptverschmutzer für 80 Prozent der Emissionen verantwortlich sind – an der Spitze stehen die USA und China. Mit den von Bush initiierten Treffen will die US-Regierung in der Klimapolitik die Führung übernehmen und vermeiden, dass im geplanten UN-Abkommen als Nachfolger des Kioto-Abkommen verbindliche Klimareduzierungsziele vereinbart werden. Ergebnisse werden allerdings auch dieses Mal nicht erwartet.
Auf einer Pressekonferenz wehrte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Fratto, alle Kritik ab. Wenn es über das Klima geht, dann sehe man immer eine "Menge an heißblütigen Reaktionen", meinte er. Man werde immer beschimpft, egal was man sage. Weitere Einzelheiten der vagen Klimapolitik gab er nicht, abgesehen davon, dass man "aggressivem aber vernünftige Ziele" gesetzt habe, machte aber klar, dass Wirtschaftswachstum über allem steht: "What we try to do is talk about what is aggressive and achievable and possible in ways that will still allow this economy to grow and allow the standards of living for Americans to continue to grow. And we think that's important for the world to consider also as they go forward."
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