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E-News

US-Firma bietet Gerät zur Herstellung von Ethanol an

Billig, klimafreundlich, einfach und überall könne nun jeder selbst Biosprit für sein Fahrzeug herstellen, verspricht die Firma.

Die Benzinpreise steigen immer weiter in die Höhe. Benzin müssen die Autofahrer als fertiges Produkt kaufen, eine Ölquelle im Garten mit einer Raffinerie wäre höchstens etwas für Ölscheichs und Milliardäre. Dafür bietet nun eine amerikanische Firma ab Ende des Jahres ein Gerät an, mit dem man selbst Ethanol herstellen kann – und das man zur Not auch überall mitnehmen kann ("produce where you consume"). Eigentlich müsse man nur den Knopf drücken.

Das Unternehmen E-Fuel bietet den 100 MicroFueler an, mit dem sich Ethanol herstellen und dann auch gleich tanken lässt. Zucker kann verwendet werden, auch Alkohol, den man nicht mehr benötigt, weswegen dies besonders günstig für Brauereien oder Kneipen sei. Das 100 kg schwere Gerät in Größe einer Waschmaschine, die wie eine solche Strom und Wasser benötigt, nutzt zum Fermentieren des Zuckers eine spezielle Hefekultur. Wer schnell neues Ethanol benötigt, muss allerdings Geduld haben oder vorsorglich gewesen sein. Ist die Fermentierung einmal angelaufen, sollen täglich 20 Liter produziert werden können.

Jeder könne sich nun selbst Ethanol machen, preist das Unternehmen und spricht von einem Paradigmawandel, den sie mit der Einführung von PCs vergleicht. Wenn das Gerät wirklich funktionieren sollte, ist noch die Frage, ob es wirklich Kosten spart. Die Anschaffung kosstet immerhin fast 10.000 US-Dollar. Zur Herstellung muss man die Hefekulturen und den Zucker kaufen, Wasser (4 Liter Wasser für einen Liter Ethanol) und Strom sind auch nicht umsonst. Das Unternehmen verspricht allerdings, dass eine Gallone Ethanol weniger als einen US-Dollar kosten soll, ein Liter also weniger als 25 Cent. Und weil es Bio-Sprit ist, würde man auch noch umwelt- oder klimabewusst handeln, wirbt das Unternehmen, während die Verwendung von Zucker, den es im Überfluss gebe, die Nahrungsmittelproduktion nicht belaste.

Florian Rötzer10.05.2008
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Kommentare lesen (40 Beiträge)
naja...
In Brasilien..
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