Hedgefonds-Chef sieht das Ende der Fahnenstange nahe.
Vor wenigen Monaten hatte es noch etwas von einer kleinen aber feinen Verschwörung. Von Peak Oil, dem Erreichen der Fördermenge war nur in exclusiven Zirkeln die Rede, und natürlich im Internet, der Mutter aller nonkonformistischen Debatten. Der mediale Mainstream mied das Thema wie der Teufel das Weihwasser. Doch mit dem weiter und weiter kletternden Ölpreis ändert sich das langsam. Der Diskurs über die Endlichkeit der Ressourcen findet langsam Zugang zu den großen Zeitungen. Selbst das Handelsblatt hat inzwischen mitbekommen, dass an der Geschichte etwas dran sein könnte.
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Nun hat die Gemeinde der Öl-Kassandras ein in Fachkreise prominentes Mitglied bekommen. Multimillionär T. Boone Pickens, Chef des mehr als vier Milliarden US-Dollar schweren BP-Capital-Hedgefonds, sagte am Dienstag vor dem Energieausschuss des US-Senats: Ich glaube, dass wir mit 85 Millionen Fass Öl pro Tag den Höhepunkt erreicht haben."
Pickens hatte Anfang des Jahres Investitionen von zwei Milliarden US-Dollar in die Windenergie angekündigt und sprach auf einer Anhörung über erneuerbare elektrische Energie. Seiner Meinung nach werde der Preis weiter ansteigen und für die USA einen finanziellen Aderlass bedeuten. Pickens: "In zehn Jahren werden wir fast zehn Billionen US-Dollar ans Ausland gezahlt haben, wenn wir weiter machen, wie bisher. Das ist der größte Transfer von Reichtum in der Geschichte der Menschheit."
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