Energie wird angesichts der steigenden Kosten zum beherrschenden Wahlkampfthema.
Es ist eine Geste, wenn US-Präsident Bush, der zu lahmen Ente wurde und kaum mehr entscheiden kann, nun das von seinem Vater 1992 verordnete Verbot aufhebt, vor den Küsten nach Öl zu bohren. Bush begründete dies mit den gestiegenen Ölpreisen auf dem Weltmarkt, was es notwendig mache, die eigenen Ölvorräte auszubeuten.
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Bush geht mit der Aufhebung direkt in Konfrontation mit dem mehrheitlich demokratisch beherrschten Kongress. Dieser hat selbst 1981 ein Verbot erlassen, vor dem Küste nach öl zu bohren. Auch wenn der Präsident anderes beschließt, müsste der Kongress mitziehen, damit dies wirksam wird. Bush will nun die Lage wie viele andere Regierungen und Politiker nutzen, um den politischen Gegner unter Druck zu setzen.
Wenn es um die Preise geht, kann man schnell punkten: "The American people are watching the numbers climb higher and higher at the pump and they're waiting to see what the Congress will do." Während der republikanische Präsidentschaftskandidat McCain für die Ölgewinnung vor den Küsten eintritt, ist der demokratische Kandidat Obama dagegen.
Der US-Präsident wirft dem demokratisch kontrollierten Kongress vor, nur faul herumzusitzen und das Notwendige nicht zu machen, während die Spritpreise weiter in die Höhe schießen. Jetzt müssten die Demokraten endlich handeln. Möglicherweise gibt es vor den US-Küsten bis zu 18 Milliarden Barrel Öl. Zudem will Bush die Suche nach Öl auch in Naturschutzgebieten in Alaska und in anderen Teilen der USA erlauben.
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