Nicht nur die Stärke, auch die Häufigkeit der Wirbelstürme der Kategorie 4 und 5 nimmt mit der Erwärmung zu.
Dass die globale Erwärmung stärkere Stürme verursacht, ist zwar eine weit verbreitete Meinung, aber sie ist umstritten. Wissenschaftler der Florida State University haben, wie sie in Nature berichten, aufgrund von Satellitendaten Hinweise gefunden, dass zumindest in den letzten 30 Jahren die Wirbelstürme im Atlantik stärker wurden, was mit der Oberflächentemperatur der Meere zusammen hängt.
Die Windgeschwindigkeiten haben von 1981 bis 2006 um 16 Meilen pro Stunde zugenommen. In dieser Zeit ist die Oberflächentemperatur der Meere, in denen sich Wirbelstürme aufbauen, von 28,2 Grad auf 28,5 Grad angestiegen.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Beobachtung für die Stürme in anderen Teilen der Welt zutrifft, wofür es aber zu wenige Daten gebe. Statistisch lässt sich im Atlantik und im nördlichen Indischen Ozean eine Steigerung der Windgeschwindigkeiten mit der Erwärmung des Meeres zeigen. Eine Erwärmung von einem Grad Celsius der Meeresoberfläche erhöht die Häufigkeit von starken Wirbelstürmen pro Jahr von 13 auf 17, was einen Unterschied von 31 Prozent ausmacht. Das legt die Richtigkeit der Theorie nahe, dass ein wärmeres Meer die Stärke von Wirbelstürmen verstärkt, aber es könne auch bisher unberücksichtigte Faktoren geben, schreiben die Autoren.
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