"CO2 freies" Braunkohlekraftwerk eingeweiht Vattenfall startet den Betrieb seiner Carbon Capture Storage CCS - Pilotanlage "Schwarze Pumpe" in der Lausitz.
Vattenfall startet den Betrieb seiner "Carbon capture and storage" CCS-Pilotanlage "Schwarze Pumpe" in der Lausitz. Kohleverstromung ohne schädliches CO2, darauf setzt die deutsche Strombranche. Denn der Emissionshandel wird in Zukunft teurer, wenn ein größerer Anteil der Zertifikate gekauft werden muß. Und die Klimadebatte erzeugt zusätzlichen Druck auf die Kohle-Kraftwerksbetreiber, sich um ein sauberes Image zu bemühen.
CCS, die Abscheidung des bei Verbrennung anfallenden CO2 und dessen Verpressung in den Untergrund sollen die Lösung sein. Vattenfall eröffnete gestern seine Demonstrationsanlage und damit das weltweit erste Kohlekraftwerk mit "fast vollständiger" CO2-Abscheidung. Das abgetrennte CO2 soll verflüssigt, per LKW nach Sachsen Anhalt transportiert und dort ins CO2-Endlager gepumpt werden. Die Erkenntnisse aus dem Betrieb der Anlage sollen bis 2015 in den Bau einer Demonstrationsanlage mit 500 MW im Lausitzer Kraftwerk Jänschwalde einfließen. Ab 2020 solle die Technologie dann serienreif sein.
Allerdings handelt es sich mit 30 MW Leistung bei der jetzt eröffneten, im Vergleich zu kommerziellen Großkraftwerken, um eine Mini-Anlage. Die Betreiber erklärten, diese Anlage würde nicht zu einer spürbaren CCS-Vermeidung beitragen. Die Demonstranten vor den Werkstoren kritisierten, das Pilotprojekt sei nur ein Feigenblatt, denn gleichzeitig plane und baue Vattenfall weiter Kohlekraftwerke ohne CCS und ob die Technik ökonomisch und ökologisch umsetzbar ist, sei noch völlig offen.
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