Südkoreanischer Konzern übernimmt große Flächen in Madagaskar
Daewoo erhält für 99 Jahre die Nutzung von 10.000 Quadratkilometer Land, um dort u.a. Palmöl für Biosprit anzubauen.
Der sükoreanische Konzern Daewoo Logistics praktiziert eine neue Form des Kolonialismus. In einer Vereinbarung mit Madagaskar übernimmt er für 99 Jahre (!) 1,3 Million Hektar (13.000 Quadratkilometer) im Westen und im Osten der Insel, um dort Mais und Pflanzen für die Herstellung von Biosprit anzubauen. Die Fläche ist etwa halb so groß wie das gesamte landwirtschaftlich genutzte Gebiet auf der Insel, die über 580.000 Quadratkilometer groß und dünn besiedelt ist. Über die Folgen für die Umwelt wird in den Berichten nichts gesagt.
Möglicherweise muss der Konzern nichts für das Land zahlen, das er mit einem Konsortium, dem auch chinesische Firmen angehören sollen, für 6 Milliarden US-Dollar in den ersten 25 Jahren erschließen will und damit Infrastruktur und bis zu 70.000 Arbeitsplätze schaffen soll. Über Pacht und Steuerzahlungen wird noch verhandelt. Beabsichtigt ist, den Ertrag auf 10 Tonnen Mais pro Hektar zu steigern. Letztlich sollen jährlich 4 Millionen Tonnen Mais und eine halbe Millionen Tonnen Palmöl produziert werden.
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