e
Energie & Klima News

Windenergie in Lateinamerika

Uruguay und Nicaragua machen erste Schritte in die Energieunabhängigkeit.

  • drucken
  • versenden

Für hiesige Verhältnisse ist es nichts besonderes mehr, aber für Mittelamerika schon: Am 4. Januar soll im Süden Nicaraguas der erste Windpark des Landes in Betrieb genommen werden. 19 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 40 Megawatt (MW) sollen dem Land helfen, seine Ölabhängigkeit zu vermindern. 80 Prozent der elektrischen Energie werden bisher mit Generatoren und Dieselkraftwerken bereit gestellt. Die Gestehungskosten für den Windstrom werden mit lediglich 8,625 US-Cent angegeben. Strom aus den Dieselkraftwerken würde mehr als das Doppelte kosten. Nach einer Agenturmeldung sollen in dem vulkanischen Land außerdem zwei geothermische Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 240 MW gebaut werden. Kapital und Know-how werde aus Russland kommen.

Auch in Uruguay gehen dieser Tage die ersten Windanlagen ans Netz. Fünf Rotoren mit je zwei MW wurden errichtet. Auch das scheinbar nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, aber nach einem Bericht des uruguayischen Radios Espectador handelt es sich nur um einen ersten Schritt. Das Land will mehr Strom mit Windanlagen zur Verfügung produzieren. Der Vorteil des kleinen südamerikanischen Landes: Es verfügt auch über Wasserkraftwerke, die gut die unstete Stromerzeugung der Windmühlen ergänzen können.

Auch in Mexiko wird an neuen Windparks gebaut, obwohl dort die Entwicklung durch Kreditprobleme, Rezession und fallende Preise für Öl und Erdgas unter Druck gerät. In Brasilien wird ebenfalls an neuen Windparks gebaut, und zwar von der argentinischen Firma Impsa, die allerdings im eigenen Lande nicht recht zum Zuge kommt. Dort stehen zwar im Süden, in Patagonien, bereits einige Windanlagen. Doch obwohl das einer der weltweit besten Standorte ist und trotz argentinischer Energiekrise kommt der Ausbau nicht recht voran.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/121107
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS