Neue Allianz von Gentech und Bioenergie
Weisse Gentechnik wird von CO2-Handel und Beimischungspflicht profitieren
Diesel treibt nicht nur PKWs, sondern vor allem auch den weltweiten Güterverkehr an. In Europa und den USA gibt es seit längerem Vorschriften, die einen wachsenden Anteil von Biokraftstoffen am Markt vorsehen. Außerdem soll jetzt auch der Flugverkehr in den CO2-Handel mit aufgenommen werden. Bei steigendem Verkehrsaufkommen ist der Absatzmarkt für Biotreibstoffe damit sicher und seine Produktion voraussichtlich ein gutes Geschäft. Beim bisherigen 'Biodiesel' genannten Ölmethylester, mußten Pflanzenöle, meist Raps- oder Sojaöl, erst noch umgeestert werden. In einem neuen Verfahren scheiden genetisch veränderte Hefen die Kohlenwasserstoffe nun direkt ab.
Diese sind fossilem Diesel chemisch so ähnlich, dass sie diesem bis zu 50% beigemischt werden können. Das Produkt soll unter dem Namen "No Compromise Diesel" vermarktet werden. Eine erste kommerzielle Anlage wird zur Zeit in Brasilien errichtet und soll mit Zuckerrohr als Rohstoff arbeiten. Die Produktion und Verbrennung des Hefediesels sollen 80 % weniger CO2 freisetzen als bei herkömmlichem Diesel und er soll in der Ökobilanz besser sein als Raps und Sojaöl. Letztendlich ist aber auch dieses Verfahren auf großflächige Monokulturen angewiesen. Hersteller Amyris hat trotzdem schon große Pläne, zur Zeit versuche man auch Hefen für kerosin- und benzinähnliche Biokraftstoffe zu "züchten".
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