Klimawandel macht Hunger
Im Jahr 2100 hungert jeder zweite Mensch
Eine Studie der University of Washington und der Stanford University geht davon aus, dass der anthropogene Klimawandel den Geteideanbau in Zukunft erschweren wird. Die Szenarien gehen davon aus, dass die weltweiten Mais und Reisernten besonders in den Tropen und Subtropen um 20 bis 40 Prozent zurückgehen werden. Die Autoren der in Science veröffentlichten Studie berücksichtigten in ihren Szenarien nur die Auswirkungen der steigenden Temperatur selbst. Viele der heutigen Pflanzensorten besäßen nämlich einen temperaturabhängigen optimalen Wachstumsbereich und seien bisher relativ konstante Temperaturen gewöhnt, steigende Temperaturen minderten ihr Wachstum und führten zu geringeren Ernteerträgen.
Weitere Ernteeinbußen, etwa durch ausbleibenden Niederschläge oder eine Verschiebung bisheriger Wettersysteme und damit zunehmende Unwägbarkeiten für die Aussaat- und Erntezeiten wurden in der Studie noch gar nicht berücksichtigt. Die Forscher erstellten für verschiedene Regionen insgesamt 23 Szenarien. In den hauptsächlich betroffenen Ländern leben zur Zeit 3 Mrd. Menschen (insgesamt leben z. Zt. ~6,7 Mrd. Menschen). Bei einer prognistizierten Weltbevölkerung von mindestens 10 Mrd. im Jahre 2100 wären von der Hungerprognose 5 Mrd. Menschen betroffen. Die Autoren gehen jedoch von einer Verdoppelung der Weltbevölkerung bis 2100 aus.
Bild: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
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