Jahresbilanz Windenergie
USA installieren, schon vor Inkrafttreten des US-Klimapakets, am meisten Leistung
Der Bundesverband WindEnergie BWE stellte die Daten der Windkraftbranche für 2008 vor. Weltweit blieben die USA auch 2008 der größte Markt. Nach vorläufigen Angaben wurden dort zwischen 8000 und 9000 MW Leistung neu installiert, 2007 waren es noch 5244 MW gewesen. Das von der neuen US-Regierung geplante Klimapaket sieht in den nächsten drei Jahren eine Verdoppelung des Anteils regenerativer Energie vor, der BWE geht deshalb davon aus, dass die Zubaurate in den USA auch in den nächsten Jahren im zweistelligen Bereich liegen wird.
In Deutschland wurden 2008 im Inland 866 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1665 Megawatt neu installiert. Der Zubau entspricht in etwa den Vorjahreszahlen (2007 wurden 883 Neuanlagen mit einer Leistung von 1667 MW installiert). Insgesamt waren damit Ende 2008 in Deutschland 20301 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 23902 MW installiert. Die frühe Einigung auf die zukünftigen Einspeisetarife habe der Windbranche Planungssicherheit gegeben, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist am 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Die Windkraftbranche in Deutschland wird aber vor allem vom Export getragen, er macht 80 Prozent des Umsatzes aus. Der BWE bezeichnete den Inlandsmarkt deshalb auch als "Technologieschaufenster" für die Auslandsgeschäfte.
Im Inland installierten 2008 die Bundesländer Brandenburg, mit 408 MW, Niedersachsen, mit 384 MW und Sachsen-Anhalt, mit 227 MW, am meisten Windkraftleistung hinzu. In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wurde zudem mittlerweile ein Anteil des erzeugten Windstroms am Nettostromverbrauch um 40% erreicht. Insgesamt hat sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle herausgebildet. Dabei zeigt gerade Niedersachsen, dass Windkraft auch im Binnenland funktioniert, es hat als erstes Bundesland 6000 MW installierte Windkraftleistung übersprungen.
Graphik: DEWI
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