Selten war es im globalen Mittel zum Jahresanfang so warm, wie im zurückliegenden Monat
Der Januar 2009 ist nach einer Übersicht des Goddard Institute for Space Studies der NASA (GISS) der fünft wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Die über den ganzen Monat und über den ganzen Planten gemittelte Temperatur lag um 0,52 Grad Celsius über dem Mittelwert der Jahre 1951 bis 1980, die das GISS gewöhnlich als Referenzwert nimmt. Das GISS ist neben dem Hadley Center des britischen Wetterdienstes eine der beiden Einrichtungen, die regelmäßig für Zwecke der Klimabeobachtungen die Temperaturmessungen aus aller Welt in einer Datenbank zusammenfügt und analysiert.
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Auf der Nordhalbkugel war der Januar im wesentlichen nur in Westeuropa, dem Ostzipfel Sibiriens sowie im Osten der USA und Kanadas zu kalt. Hierzulande lag er deutlich unter dem Durchschnitt, war aber – sofern die Potsdamer Messreihe als für Deutschland exemplarisch gelten kann – sehr weit davon entfernt, einer der kältesten Januars gewesen zu sein. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war im deutschlandweiten Mittel der Januar mit -2,3 Grad Celsius um 1,8 Grad kälter als das langjährigen Mittel. (DWD und Hadley Center benutzen anderes als das GISS die Jahre 1961 bis 1990 als Referenz.)
Zur Illustration der globalen Verhältnisse eine Grafik des GISS.
Bild: GISS
Das Bild zeigt Folgendes: Jeweils für eine relativ kleine Regionen wird die mittlere Januartemperatur ermittelt. Diese wird dann mit einem Referenzwert verglichen, der ebenfalls für jede einzelne Region aus dem mittleren Januartemperaturen der Jahre 1951 bis 1980 ermittelt wird. Dargestellt ist also die Abweichung des Januars 2009 von diesem Referenzwert, die so genannte Temperaturanomalie.
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