China prescht voran
Ende 2009 sollen Windkraftanlagen mit einer Leistung von 20 Gigawatt installiert sein. Erstmalig auch Förderprogramm für Fotovoltaik
Der Ausbau der erneuerbaren Energieträger schreitet in Fernost mit Sieben-Meilen-Stiefeln voran. Bei der Nutzung der Solarthermie ist China bereits weltweit führend, und in Sachen Windenergie könnte das Land der Mitte schon in wenigen Jahren ebenfalls die Spitze übernehmen. Für das laufende Jahr wird ein weitere Ausbau von über 60 Prozent angepeilt, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Derzeit drehen sich in der Volksrepublik Windräder mit einer Leistung von etwas über 12.000 Megawatt (MW), Ende Dezember sollen es schon 20.000 MW sein. Die Zentralregierung hat in ihrem bereits im November verabschiedeten Konjunkturprogramm auch eine ansehnliche Summe für den Netzausbau vorgesehen, mit dem u.a. die neuen Windparks besser als bisher integriert werden sollen.
Zugleich wurde Ende März auch bekannt gegeben, dass China erstmalig den Ausbau der Fotovoltaik fördern will. (Das Original der Bekanntmachung in Chinesisch.) Bisher spielt das Land zwar ganz vorne bei der Produktion von Solarzellen mit, hat aber, wie berichtet den aller größten Teil exportiert. Letztes Jahr wurden gerade 20 MW im Inland installiert. Das wird sich schon bald drastisch ändern: 20 Yuan (2,22 Euro) soll es pro installiertem Watt an Zuschüssen geben, was ziemlich genau den chinesischen Herstellungskosten entsprechen soll. Die Betreiber müssen also nur noch für Installation und Wartung aufkommen.
Damit könnte China vielleicht, evt. zusammen mit Italien, das ebenfalls die Förderung erheblich ausbauen will, die Lücke füllen, die durch die Deckelung der Förderung in Spanien im Fotovoltaikweltmarkt zu entstehen droht.
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