e
Energie & Klima News

Atomproteste am Jahrestag

Demonstrationen vor den Toren zweier AKW am Wochenende

  • drucken
  • versenden

Rund 3.000 Menschen haben auf verschiedenen Demonstrationen am Wochenende des 23. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gedacht. Die größte Demonstration fand am schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Krümmel, das nach einem Transformatorbrand seit fast zwei Jahren stillsteht. Dort gingen nach Angaben der Veranstalter 1.500 Menschen auf die Straße, um den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft und die endgültige Stilllegung des Pannenreaktors zu fordern.

"In jedem Reaktor kann es an jedem Tag zu einem katastrophalen Störfall kommen. Es gibt kein Atomkraftwerk, das zu hundert Prozent sicher ist", sagte Jochen Stay von der bundesweiten Anti-Atom-Initiative .ausgestrahlt. Die Geschichte der deutschen AKW sei gespickt mit Bedienungsfehlern und Baumängeln. Erst Mitte der Woche war aus dem AKW Biblis B der Austritt von 50 Litern einer radioaktiven Flüssigkeit gemeldet worden.

Biblis A und B stehen übrigens schon seit Monaten wegen einer Revision still, die AKW Brunsbüttel und Krümmel schon seit fast zwei Jahren, aber Deutschland exportiert sogar noch Strom. So viel zum Thema Notwendigkeit der Atomkraft.

Weitere Demonstrationen fanden am Samstag im westfälischen Münster statt, wo 1.500 Menschen auf die Straße gingen und am Sonntag am baden-württembergischen AKW Neckarwestheim, wo sich 250 Menschen am Protest beteiligten. Darüber hinaus gab es nach Auskunft von .ausgestrahlt in verschiedenen Städten kleinere Veranstaltungen, Mahnwachen und Kundgebungen.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/136808
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS