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Energie & Klima News

PV-Netzparität schon 2012?

Solar-Module werden immer kostengünstiger - auch durch den Einsatz ökologisch umstrittener Materialien

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Eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg prognostiziert dass Solarstrom, bei der weiteren Preisentwicklung für konventionell erzeugten Strom und der Verbilligung bei der Produktion von Solarmodulen, möglicherweise schon in 2 - 3 Jahren preislich gleichauf liegt. Die Hersteller von Solarzellen überbieten sich gerade, nach Jahren der Hochpreispolitik, mit Nachrichten über günstigere Modulpreise. Conergy Chef Dieter Ammer rechnet noch in diesem Jahr mit einem Preisrutsch bei Solarmodulen um 50 %, schon jetzt lägen die Preise zwischen 20 % und 25 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Auch andere Hersteller arbeiten daran, die Solarzellen günstiger herzustellen. Die Hoffnungen für günstigere Produktionstechniken liegen, neben den kommenden organischen Solarzellen und metallurgisch gewonnenem Silizium, zur Zeit besonders auf der Dünnschichttechnik. Zellen mit Cadmiumtellurid entpuppen sich hier als Preisbrecher, führen aber auch dazu, dass, beim Wettlauf um niedrige Produktionskosten, Umweltschutzgesichtspunkte aus dem Blick zu geraten drohen. So ist die Frage der Verhinderung der Freisetzung von Cadmium über die gesamte Lebensdauer der Solarzellen - einschließlich des anschließenden Recyclings noch nicht sicher geklärt.

Die Autoren der Landesbank-Studie rechnen 2009 mit 2.200 Megawatt Photovoltaik-Zubau gegenüber 1.500 Megawatt im Jahr 2008. Im Mittel rechnen sie mit um 24 % niedrigeren Modulpreisen. Wegen der hohen Strompreise in Deutschland werde die Netzparität hierzulande früher erreicht als selbst in südlicheren Ländern. Die Verfasser kritisieren auch die aktuelle Politik der lebenserhaltenden Maßnahmen für Kohlekraftwerke: Würden die CCS-Pläne realisiert, führe das zwar zu einer noch schnelleren "Konkurrenzfähigkeit" des Solarstroms, doch stellen die Autoren der Studie zur Diskussion, dass es doch sinnvoller sei, das Geld in die Entwicklung der regenerativen Energieversorgung zu stecken, anstatt konventionelle Techniken "mit Auslaufdatum" aufwändig am Leben zu halten.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/138170
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