Home
Politik
Wissenschaft
Energie & Klima
-[E-News]
-Wochenschau
-Energie-Rechner
Kultur
Medien
Magazin
Anzeige
__tophits__

Energiekonzerne bremsen Offshore-Windkraft aus

Umfrage: Deutschen wollen Erneuerbare Energien

Interaktiver Sicherheitscheck für Atomkraftwerke

Der Atomkuchen weckt Begehrlichkeiten

US-Regierung vertagt die Endlagerfrage

Von Krise keine Spur

Obama setzt auf Atomenergie

Wachstum des Wachstums

__tophits__

Februar 2010 (11)

Januar 2010 (36)

Dezember 2009 (63)

November 2009 (44)

Oktober 2009 (31)

September 2009 (31)

August 2009 (22)

Juli 2009 (38)

Juni 2009 (23)

Mai 2009 (26)

E-News

Renaissance der schnellen Brüter

Auch Deutschland ist bereits beteiligt

Mit weltweit wachsendem Energieverbrauch erlebt die Kernkraft eine Renaissance. Allein in China sind 10 Kernkraftwerke im Bau, in Indien 6, in Rußland 3. Sie werden noch mit Uran betrieben. Doch mehr Verbrauch des spaltbaren Materials bedeutet, genau wie bei den fossilen Energieträgern, dessen schnelles Versiegen. Dies würde mittelfristig zum, von den Betreibern selbst herbeigeführten, Abschied von der Kernkraft führen. Nach Angaben der französischen Atomenergiebehörde CEA reichen die Uranvorräte noch für 100 Jahre, Forschungsinstitute gehen von etwa 60 Jahren aus, danach stünden uranangetriebe Reaktoren still. Daher steht die Technik der schnellen Brüter bei den Kernkraftwerksbauern wieder zur Diskussion. In Deutschland war das Konzept Anfang der 90er Jahre am Standort Kalkar wegen Unwirtschaftlichkeit, massiver Sicherheitsbedenken und des breiten politischen Widerstands gescheitert.

Anzeige

Schnelle Brüter spalten Plutonium um Strom zu erzeugen gleichzeitig erbrüten sie neues Plutonium aus nicht angereichertem, natürlichem Uran. Sie können so mehr spaltbares Plutonium erzeugen als sie verbrauchen. Nach Angaben der CEA liefern schnelle Brüter mit der selben Menge spaltbaren Materials 70 mal mehr Energie, aus 60 Jahren Reichweite würden so 4200 Jahre. Gleich mehrere Länder wollen diesen Kraftwerkstyp daher zur Marktreife entwickeln. In Frankreich wird bis zum Jahr 2020 ein Prototyp entwickelt, er soll der Vorläufer für einen kommerziellen Reaktor ab 2040 sein, der dann auch in andere Länder verkauft werden könnte. Japan plant die Errichtung eines eigenen schnellen Brüters zum gleichen Zeitpunkt. Außerdem gibt es entsprechende Vorschungsprogramme in Rußland und den USA. Die europäische Euratom, der Zusammenschluß der EU-Länder zu Förderung der Kernkraft, ist an entsprechenden Kooperationen beteiligt - und damit auch Deutschland.

Während die Entwickler daran arbeiten die zukünftigen Plutoniumreaktoren durch weniger Bauteile, einen einfacheren Aufbau und bessere Materialien wirtschaftlich betreiben zu können, graust nachdenklichen Gemütern bei dem Gedanken an die weltweite Verbreitung solcher Anlagen. Denn die Reaktoren werden mit flüssigem Natrium gekühlt, das Metall brennt beim Kontakt mit Luft oder Wasser. Und mit dem "erbrüteten" Plutonium lassen sich sowohl Reaktoren betreiben als auch Atombomben bauen, Brütertechnologie ist in der Summe besonders risikoreich, sowohl technisch, als auch was den menschlichen Faktor angeht. Schon heute verweigern sich einige Länder den Kontrollen der internationalen Atomenergiebehörde, etwa Nordkorea, Iran und auch Indien, das bereits ein Atombomenprogramm auf Plutoniumbasis aufgelegt hat. Bereits 2010 soll im indischen Madras ein neuer Plutoniumbrüter ans Netz gehen.

Statische Reichweite.jpg
Vergrößern
Graphik: Matthias Brake

Matthias Brake03.07.2009
Meldung drucken Meldung versenden

Kommentare lesen (103 Beiträge)
Re: Die Verarbeitung unserer Brennstäbe HAT militärischen Hintergründe
Re: Synergie-Effekte zivil/militärische Nutzung
Re: Zum Prahlen braucht man was wirklich beeindruckendes

 
__topforum__

Vom Verschwinden des Lohnabstands

Die ALGII-Regelsätze reichen nicht für ein menschenwürdiges Leben!(Update)

Kirche und sexueller Missbrauch

"Waterboarding" als Erziehungsinstrument für Vorschulkind

Drei Viertel aller Abhörmaßnahmen entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen

Berechnungssätze verfassungswidrig

__tophits__

Vom Verschwinden des Lohnabstands

Drei Viertel aller Abhörmaßnahmen entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen

Der Chef der Vatikanbank kennt die Ursache der Finanzkrise

Merkwürdige Senkung der US-Arbeitslosenquote

Dem Phantom Bin Laden auf der Spur

 
   
 Copyright © Heise Zeitschriften Verlag Datenschutzhinweis Mediadaten Impressum Kontakt