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Energie & Klima News

Der letzte lässt das Licht an

Am Freitag haben sich gleich zwei AKWs abgemeldet. Schon wieder Probleme mit Trafos

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Deutschlands AKW-Betreiber wollen dem staunenden Publikum offenbar demonstrieren, wie unzuverlässig, unsicher und überflüssig ihre gefährlichen Anlagen sind. Am Freitag gingen gleich zwei AKWs vom Netz, während mindestens fünf weitere ohnehin schon still standen. Wenn es in dem Tempo weitergeht, merken die Atomkraftgegner von .ausgestrahlt süffisant an, sind bis zur Bundestagswahl alle AKWs abgeschaltet.

Am Freitagmorgen kam es im AKW Emsland im westlichen Niedersachsen zu Problemen mit einem Messgerät in einem Transformator, woraufhin das 1.400-MW-Kraftwerk in Schnellabschaltung automatisch vom Netz ging, berichten diverse Zeitungen und Agenturen. Betreiber RWE und das niedersächsische Umweltministerium versuchen zu beschwichtigen, lassen aber unerwähnt, dass eine Schnellabschaltung immer etwas heikel ist.

Zu einem geregelten Herunterfahren kam es hingegen beim AKW Philippsburg II in der Nähe von Karlsruhe, von dem die Süddeutsche Zeitung berichtet. Man habe den Verdacht, dass das Öl im Transformator nicht die nötigen Isoliereigenschaften hat, um dem nachzugehen musste der Reaktor vom Netz genommen werden. Bereiber von Philippsburg ist EnBW.

Bei RWE stehen derzeit noch mehr Atomkraftwerke still. Außer dem AKW Emsland verbrauchten am Freitagabend kurz nach 20 Uhr auch die Blöcke Biblis A und B Strom, statt welchen ins Netz einzuspeisen, wie man hier jeweils aktuell nachlesen kann. Desweiteren schien am Freitagabned auch in Grundremmingen (zusammen rund 2700 Megawatt (MW) Leistung) einer der beiden Blöcke nur mit verminderter Last zu fahren, sodass von den insgesamt rund 5600 MW Leistung, die RWE in AKWs installiert hat, nur 1847 im Betrieb waren. Am Samstag Mittag waren es gar bloß 1191 MW, einer der beiden Blöcke in Grundremmingen scheint also wieder vom Netz zu sein. RWE kann also im Augenblick nicht einmal 20 Prozent seiner AKW-Leistung nutzen.

Darüber hinaus steht derzeit auch das von Vattenfall betriebene AKW Krümmel (1400 MW) nach diversen Pannen still. Ganz in der Nähe von Krümmel wartet das AKW Brunsbüttel (806 MW) schon seit 2007 darauf, wieder ans Netz gehen zu können. Betreiber Vattenfall spricht ganz bescheiden von Modernisierungsarbeiten. Tatsächlich muss eine umfangreiche Mängelliste abgearbeitet werden. Schließlich ist auch Isar II (1400 MW) derzeit nicht im Betrieb.

Damit sind derzeit acht der 17 deutschen AKWs vom Netz. (Bei der Anti-AKW-Kampagne contrAtom wird über den Zustand der Meiler Buch geführt.) Zusätzlich standen am Freitag und Samsatg noch mehrere der von RWE betriebenen Steinkohlekraftwerke still. Offensichtlich gibt es einen erheblichen Überschuss an Kraftwerkskapazitäten, denn von Engpässen in der Versorgung war nirgendwo die Rede. So viel zum Thema "unverzichtbare Brückentechnologie".

http://www.heise.de/tp/blogs/2/142564
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