Das Ende der Welt vor Barrow
Was Bush vor der Welt versteckte: Satellitenaufnahmen zeigen den Schwund des Eises in der Arktis
Mehrere Hundert geheimdienstliche Satellitenaufnahmen der Arktis, die während der Präsidentschaft von George W. Bush unter Verschluss gehalten waren, wurden am Mittwoch, den 15.Juli vom Innenministerium freigegeben. Das Ministerium reagierte damit überraschend schnell und bereitwillig auf eine entsprechende Anfrage der National Academy of Sciences, die in den Bildern wertvolles Material für die Erforschung des schnellen Schwundes des arkitischen Eises vermutete und eine sofortige Freigabe an die wissenschaftliche Gemeinschaft verlangte.
Seither lassen sich auf der öffentlich zugänglichen Webseite der Global Fiducials Library Bilder betrachten, welche die Veränderung in der Arktis zum Teil sehr drastisch dokumentieren. Zu sehen sind 700 Bilder, die Aufnahmen von sechs verschiedenen Orten in der arktischen See zeigen. Da die Bilder eine Auflösung von einem Meter haben, werden sie von Experten als bedeutende Verbesserung gegenüber früherem Bildmaterial bewertet.
Die britische Sonntagszeitung Observer stellt heute in ihrem Bericht "Die geheimen Beweise für die globale Erwärmung, die Bush verbergen wollte" besonders eindringliche Beispiele für die Veränderungen in der Arktis vor, die sich vor der Hafenstadt Barrow im US-Bundesstaat Alaska zeigen. Die Bilder, das linke stammt von 2006 und das rechte vom Sommer 2007, dokumentieren recht anschaulich, wie das Meereis in der Arktis zurückweicht.
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Bild: Global Fiducials Library |
Laut Observer verschwanden im Sommer 2007 mehr als eine Million Quadratkilometer Eis im Vergleich zum Vorjahr.
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