Elektromobilität II
Abwrackprämie hat Markt für E-Autos kaputtgemacht
Politisch gern bemühte Vision in letzter Zeit: Deutschland solle zum Leitmarkt für Elektromobilität werden. 2020 sollen gewünschte eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen rollen. Das Umweltministerium wollte den Kauf der ersten 100.000 E-Autos mit je 5.000 Euro fördern - 500 Mio. Euro währen dazu nötig gewesen. Doch das Geld sitzt nach Altwagen- und Bad-Bank-Förderung nicht mehr so locker: Die vier zuständigen Ministerien für Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Forschung konnten sich nicht einigen. Der "Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität" wird daher jetzt am 19. August ohne eine Förderung beschlossen. Jürgen Trittin kommentierte, die Abwrackprämie für Altfahrzeuge habe dazu geführt, dass 'man eben nicht Elektromobile, sondern alte Modelle verkaufte'.
Andere Länder setzen dagegen auf die Anschubförderung. US-Amerikaner bekommen beim Kauf eines E-Autos bis zu 5.800 Euro Steuergutschrift und in Großbritannien gibt es ab 2011 eine etwa gleichhohe Summe in bar. In Japan wird die Markteinführung rund 10.000 Euro Prämie gefördert. Entsprechend sehen japanische Hersteller auch gute Chancen für ihre E-Modelle. Nissan stellte vergangene Woche in Yokohama seinen Nissan Leaf vor. Er wird ab Ende 2010 in Japan, Europa und den Vereinigten Staaten auf den Markt kommen. Der Preis des Wagens soll ohne Akkus auf dem Niveau eines konventionellen Kompaktwagens liegen, die Akkus schlagen noch einmal mit einem fünfstelligen Betrag zu Buche - es sind also quasi die noch hohen Akkukosten, die durch staatliche Förderprogramme ausgeglichen werden.
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