Tanken während der Fahrt
Der Strom kommt aus der Straße
Noch immer lange Ladezeiten und kurze Reichweiten sind die Hauptprobleme bei der Einführung der Elektroantriebe. Die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr IAV schlägt daher vor die Stromversorgung in die Straßen und Parkplätze zu integrieren. Das Fahrzeug soll so während der Fahrt oder beim Parken vollautomatisch und berührungslos per Induktion tanken. Im Serieneinsatz soll ein Steuerungssystem den Ladevorgang nur dann aktivieren wenn sich ein Fahrzeug über dem Induktionsfeld befindet und die Akkus geladen werden müssen. Die Straße bräuchte dabei nur abschnittsweise mit Induktionsschleifen versehen zu werden. Die Identifikation eines bestimmten Fahrzeugs für den Ladevorgang könnte gleichzeitig für das Abrechnungsverfahren genutzt werden.
Das Konzept wurde im Modellmaßstab 1:28 vorgeführt, in Niedersachsen soll nun eine Versuchsstrecke im Maßstab 1:1 errichtet werden und zeigen, dass das Konzept funktioniert. In die Fahrbahn eingebaute elektrische Leiter erzeugen dabei ein Magnetfeld, das berührungsfrei in einen Aufnehmer an der Unterseite des Autos den Strom induziert. Die Fahrbahn selbst soll so zum "Range Extender" werden. Die Verluste sollen bei 10% liegen. Entscheidend ist ein möglichst geringer Abstanz zwischen Fahrbahn und Fahrzeug. Die Reichweite des Fahrzeuge wäre damit bei flächendeckendem Ausbau unbegrenzt. Bisher ist die Aufladung per Induktion vor allem im medizinischen Bereich im praktischen Einsatz. Akkus implantierter Herzschrittmacher und Kunstherzen werden bereits per Induktion mit Energie versorgt.
Tanken während der Fahrt oder beim Parken per Induktion. Bild: IAV
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