e
Energie & Klima News

Staatsfeind #2 - der Klimalümmel

Dänemark verschärft Demonstrationsrecht vor Klimagipfel

  • drucken
  • versenden

Für konservative Regierungen taugen Klimademonstranten anscheindend bestens als neues Feindbild und als Gelegenheit, das Versammlungsrecht einzuschränken. Nach dem Willen der in Dänemark regierenden rechtsliberalen Partei Venstre soll noch schnell vor der Klimakonferenz per Eilverfahren das von ihr so bezeichnete "Lømmelpakke" (Lümmelpaket) durch die parlamentarischen Instanzen des Folketing geschleust werden.

Die Taz berichtet, dass die Regelungen bei Sitzblockaden oder Menschenketten, die die Polizei behindern, bis zu 40 Tagen Haft vorsehen. Geldbußen von "mehreren hundert Euro" werden angedroht, für den Fall, dass sich Demonstranten nach polizeilicher Aufforderung nicht entfernen, selbst wenn die Demonstration erlaubt ist.

Außerdem ist eine "Präventivhaft" von bis zu 12 Stunden vorgesehen, wenn der Verdacht auf "die Ordnung und Sicherheit gefährdende Absichten" besteht. Auch die oppositionellen Sozialdemokraten waren für die Verschärfungen, rudern jetzt aber zurück, nachdem nicht nur europaweit Umweltorganisationen, sondern auch dänische Gewerkschaften die Eilgesetze kritisieren. Kritisiert wird nicht nur, dass noch gar nicht absehbar ist, wie sich die hastig eingeführten Verschärfungen ganz allgemein auf die Versammlungsfreiheit im Land auswirken werden, sondern auch der Aspekt, dass die neuen Regelungen Gewalt geradzu herbeireden wollen.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/146532
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS