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Klimaerwärmung in den USA

Nach Auswertung von zahlreichen Messdaten haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Zahl der ungewöhnlich warmen Tage seit Ende der 1970er Jahre kontinuierlich steigt.

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Belege für die fotschreitende Klimaerwärung in den USA haben Wissenschaftler vom National Center for Atmospheric Research (NCAR), von Climate Central, dem Weather Channel und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) gefunden, nachdem sie die täglichen Temperaturaufzeichnungen der Wetterstationen seit den 1950er Jahren analysiert haben.

Verglichen wurde in der Studie, die von der National Science Foundation gefördert wurde, die Zahl der gemessenen Rekordhoch- und –tieftemperaturen. Die Ausgangshypothese ist, dass deren Verhältnis über die Zeit hinweg ungefähr gleich bleiben sollte, wenn es keine Erwärmung gibt. Als ungewöhnlich warm gilt die Temperatur eines Tages dann, wenn sie wärmer ist, als während der gesamtem Zeit der Temperaturmessung.

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Verhältnis von ungewöhnlich warmen zu ungewöhnlich kalten Tagen in den USA. Bild: NCAR
In den 1950er Jahren lagen die hohen Rekordtemperaturen nur knapp über den tiefen (1,09:1), in den 60er (0,77:1) und 70er Jahren (0,78:1) drehte sich das Verhältnis um und fand eine Periode der relativen Abkühlung statt. Ab Ende der 70er Jahre setze dann der Trend zur Erwärmung ein. In den 80er Jahren lag das Verhältnis dann bereits 1,14:1 zugunsten der warmen Tage, in den 90er Jahren schon bei 1,36:1.

Nach 2000 beschleunigte sich die Erwärmung noch einmal deutlich und stieg das Verhältnis auf 2,04:1. In den USA gab zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 30. September 291.237 ungewöhnliche warme Tage, aber nur noch 142.420 ungewöhnliche kalte Tage. In den letzten 8 Jahren gab es also bereits doppelt so viele ungewöhnlich heiße Tage als ungewöhnliche kalte. Auch wenn in den ersten neun Monaten dieses Jahres die Temperaturen in den USA ein wenig gefallen sind, lag das Verhältnis bei etwa 3:2. Auch wenn die Erwärmung voranschreite, können immer wieder ungewöhnlich kalte Tage oder Perioden eintreten, aber im Verhältnis zu den ungewöhnlich warmen oder heißen Tagen werden sie immer weniger.

Wärmer wird es nach der Studie eher im Westen der USA als im Osten. Das landesweite 2:1-Verhältnis verdanke sich vor allem einer relativ kleinen Zahl von ungewöhnlichen kalten Tagen, was darauf hinweise, dass die Temperaturen in den Nächten weniger stark abkühlen.

Nach Klimasimulationen erwarten die Wissenschaftler, wenn keine einschneidenden Maßnahmen in Kraft treten, dass in den USA das Verhältnis von jetzt 2:1 bis 2050 auf 20:1 ansteigt. Ende des Jahrhunderts würden die ungewöhnlichen warmen Tage dann schon die ungewöhnlich kalten im Verhältnis von 50:1 übertreffen. Dann könnte man schon mal froh sein, wenn es mal kalt werden würde. Aber noch ließe sich ja etwas machen.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/146559
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