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Energie & Klima News

US-Amerikaner glauben zunehmend weniger an anthropogene Klimaerwärmung

Die Haltung zur Klimafrage ist weniger eine Frage der Wissenschaft, sondern der politischen Orientierung.

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Obgleich US-Präsident Obama es nun leichter haben wird, auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen eine verbindliche Zusage über die Reduzierung von Emissionen zu machen, da das US-Umweltministerium noch rechtzeitig CO2 als gesundheitsgefährdend eingestuft hat, wird er in den USA nur auf eine sinkende Rückendeckung bei den Menschen setzen können.

Zudem ist allgemein die Popularität von Obama mit jetzt gerade noch 47 Prozent nach einer Gallup-Umfrage schneller abgesackt als bei seinen Vorgängern Ronald Reagan, George H.W. Bush, Bill Clinton oder George W. Bush. Letzter konnte nach einem Amtsjahr dank der Anschläge vom 11.9. eine Rekordzustimmung von 86 Prozent erzielen.

Nach einer Harris-Umfrage, die am 2.12. veröffentlicht wurde, aber schon Anfang November stattfand, geht die Zahl der US-Amerikaner, die davon ausgehen, dass die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen der Grund für die Klimaerwärmung sind, seit 2007 stetig zurück. Vor zwei Jahren sagten noch 71 Prozent, dass die Klimaerwärmung von den Menschen verursacht wird, jetzt sind es gerade noch 51 Prozent, die geringste Zahl seit 15 Jahren. Die Zahl derer, die der Meinung sind, dass es keinen Zusammenhang gibt, ist hingegen von 23 auf nun 29 Prozent angewachsen. Vor allem ist die Zahl derjenigen von 6 auf 21 Prozent gestiegen, die sich unsicher sind, was sie glauben sollen.

Interessant ist, dass zur Zeit der Umfrage kaum jemand wusste, was auf dem Klimagipfel in Kopenhagen verhandelt werden soll. Wie auch anderswo, so finden sich vor allem Konservative bei der Klimaskeptikern, während die Demokraten mehrheitlich und die Unabhängigen zur Hälfte von einer von Menschen verursachten Klimaerwärmung ausgehen. 22 Prozent der Befragten sagen, die Klimaerwärung sei sowieso kein ernsthaftes Problem. Bei den Republikaner sagen dies 41 Prozent, bei den Demokraten 3 Prozent und bei den Unabhängigen 23 Prozent.

Die Haltung zur Klimaerwärmung ist wohl weniger eine Frage der Wissenschaft, da die Meisten nicht genügend wissen werden, um den Stand der Klimaforschung selbst angemessen beurteilen zu können, sondern vor allem eine der politischen Orientierung. Für die Konservativen kann und soll alles so weitergehen, für die Demokraten oder Liberalen ist die Zeit für einen Wandel gekommen und muss Verantwortung für die Zukunft des Planeten und der künftigen Generationen übernommen werden.

Was die in Umfragen ermittelten Überzeugungen an Hintergrund haben, macht ein Blog in Foreign Policy unter Verlinkung auf verschiedene Umfragen in den USA deutlich: 55 Prozent der Amerikaner glauben an Engel, 39 Prozent an die Evolution, 36 Prozent an die anthropogene Erwärmung, 34 an Gespenster und eben so viele an UFOs.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/146708
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