e
Energie & Klima News

Informelle Energie

Britische Rentner entdecken angeblich Bücher als Heizmaterial

  • drucken
  • versenden

Angestellte von Wohlfahrtsorganisationen im walisischen Swansea berichteten der Londoner Zeitung Metro von Rentnern, die in Läden für Bedürftige gezielt nach dicken Hardcover-Bänden fragen, welche sie nicht lesen, sondern als billigere Alternative zu klassischen Brennstoffen nutzen. Besonders beliebt sind dem Bericht nach Lexika.

In Wales lagert viel Kohle, die dort auch abgebaut wurde, bis Margaret Thatcher fast alle Stollen stilllegen ließ. Seitdem wurde eine warme Wohnung für viele ältere Menschen zum Luxus. Der dafür verantwortliche Preisanstieg betrifft nicht nur Gas, mit dem mittlerweile zwei Drittel aller britischen Haushalte heizen und das seit Januar 2008 um 40 Prozent teurer wurde, sondern auch Kohle. Wie Metro vorrechnet, kostet ein 20-Kilo-Sack Kohle heute etwa 5 Pfund Sterling, während man die gleiche Menge Bücher in den entsprechenden Läden bereits für 2 Pfund bekommt.

In Schlesien, wo nach 1989 ebenfalls zahlreiche Kohlebergwerke geschlossen wurden, behilft man sich dem ARD-Weltspiegel zufolge mit illegalen Förderbrigaden. Trotz Verfolgung durch Behörden und erheblicher Gefahren für die arbeitslosen Kumpel, die den privaten Abbau durchführen, sollen auf diese Weise mittlerweile ganze Viertel von Waldenburg und anderen Städten beheizt werden.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/146855
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS