Aufholjagd in Großbritannien
EU-weit größtes Windparkprojekt geht offshore
Rund um Großbritannien sollen weitere neun große Windparks entstehen. Mit einer kumulierten Leistung von 32 Gigawatt handelt es sich dabei um eines der größten Windkraftprojekte weltweit. Zur Zeit läuft noch die Genehmigungsphase, ab 2013 soll dann Baubeginn sein. Die britische Regierung und die Königliche Liegenschaftsverwaltung Crown Estate teilten jetzt den Zuschlag an die beteiligten Investoren und Baufirmen mit. Darunter sind auch einige deutsche Unternehmen, die Eneriekonzerne E.on und RWE sowie Anlagenbauer Siemens und der Baukonzern Hochtief. RWE Innogy erhielt zusammen mit mehreren Partnern den Zuschlag für den mit 9 GW größten Park, der auf der Doggerbank-Nordsee-Untiefe errichtet wird - sowie außerdem den Zuschlag für einen zweiten Windpark mit 1,5 GW Leistung im Bristol Channel.
E.on bekam Baurechte für einen Park im Ärmelkanal vor Hastings. E.on ist in Großbritannien bereits am London Array genannten Windkraftprojekt in der Themsemündung beteiligt. Siemens und seine Partner bauen den 4 GW Windpark Hornsea an der britischen Ostküste. Für die britische Regierung ist das Gigaprojekt vor allem aus Prestigegründen wichtig. Denn das Land zählt EU-weit zu den Schlußlichtern in Sachen erneuerbare Energien. Bisher werden nur 2% des Energiebedarfs durch Wasserkraft, Windenergie, Solartechnik und Biomasse gedeckt. Bis 2020 soll der Anteil auf 15 Prozent versiebenfacht werden - mit Hilfe der Offshore-Windkraft.
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