Regenwald-Konferenz und CO2-Einlagerung
Schutz und Wiederbewaldung sind die bessere CO2-Abscheidung
In Paris läuft zur Zeit die Regenwald-Konferenz. Vertreter aus 40 Ländern diskutieren über die Zukunft des Regenwaldes. Es sollen vor allem Möglichkeiten diskutiert werden, wie die Brandrodung einzudämmen ist. Beim Weltklima-Gipfel in Kopenhagen war die zunehmende Vernichtung des Regenwaldes zugunsten von Landwirtschaft und Holzgewinnung als eine der Hauptursachen für den Anstieg der CO2-Emissionen benannt worden.
Mit den Rodungen fällt auch ein riesiges Potential für die Einlagerung von CO2 weg. Peter Weish von der Uni Wien rechnet vor, dass die technische Abscheidung von CO2 in Kraftwerken und ihre unterirdische Verpressung (CCS) um ein Vielfaches teurer wäre, als einfacher Waldschutz. Die Kostenschätzungen für die CCS-Abscheidung liegen bei 50 bis 150 Euro pro Tonne CO2. Die Vergleichskosten für Regenwald als CO2-Speicher liegen bei 0,12 Euro pro Tonne. Bei der Rodung eines Hektars Regenwald werden rund 600 Tonnen CO2 freisetzt. Zur Zeit kostet ein Hektar Regenwald in Ecuador und Paraguay 70 Euro.
Vor allem kritisiert Weish aber, dass das technisch geplante und politisch bereits beschlossene technische CO2-Abscheiden nicht die Ursachen der CO2-Emissionen angehe, sondern der Eindruck erweckt werde, die klimaschädlichen Emissionen seien auch bei einem einfachen "Weiter so" technisch lösbar.
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