e
Energie & Klima News

Ölige Verbindungen

Der Richter, der Obamas Tiefsee-Bohrstopp aufhob, erzielt Einkünfte aus Transocean-Anteilsscheinen

  • drucken
  • versenden

Das Urteil des Bundesrichters aus Louisiana ließ gestern weltweit aufhorchen - hatte er doch das Moratorium Obamas für den Bohrungen im Golf aufgehoben, weil man nicht davon ausgehen könne, dass die Explosion einer Bohrinsel auf eine "unmittelbare Gefahr" durch andere Bohrinseln schließen lasse. Der entsprechenden Klage von 32 Ölfirmen wurde stattgegeben.

Jetzt stellt sich heraus, dass Richter Martin Feldman laut seinem Einkommensbericht (PDF) aus dem Jahr 2008 Befangenheit vorgeworfen werden könnte. Denn er erzielte Einkünfte (in ungenannter Höhe) mit Dividenden des Unternehmens Transocean, Betreiber der gesunkenen Bohrinsel Deepwater Horizon, Verursacher der gegenwärtigen Ölpest im Golf von Mexiko.

Feldman, der nach Informationen des Guardian auf die jüngsten Enthüllungen noch nicht reagiert hat, soll auch Papiere anderer Unternehmen in der Branche halten - wie einige andere Richter in dieser Region. Allerdings sollen es einige Kollegen eben aus diesem Grund abgelehnt haben, an Verfahren teilzunehmen, die mit der Öl-Katastrophe in Verbindung stehen. Andere haben angeblich ihre Anteile verkauft, um auch in solchen Fällen richten zu können.

Die amerikanische Regierung hatte schon vor Bekanntgabe dieser Informationen verlauten lassen, dass man Einspruch gegen das Urteil einlegen und de facto am Moratorium festhalten werde.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/147879
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS